Gibt es eine Partnervermittlung für schnelle Spieler, wollte Martin Finzel wissen? Andreas und er würden sich schon lange Zeit kennen und seien dann einig geworden, "es einmal zu probieren". Die Beiden hätten sich in den ersten Turnieren gut ergänzt und dann auch ins Endspiel "gewagt".
Wie trainiert man für so ein schnelles Spiel? Es liege viel an den Matches und es sei eine gute Reaktion erforderlich, merkte Kevin an.
Michael Stoschek unterstützt den Basketball- und Tennissport, aber wie gut ist seine Rückhand? Er spiele Tennis genauso schlecht wie Golf und habe einfach kein Ballgefühl, gab der Coburger Unternehmer und Sponsor unumwunden zu.
Wie erkennt man ein Talent? In seinem Leben habe er drei Sportler gefördert, so Stoschek. Einen Portugiesen im Rennsport, Dominik Dinkel im Ralleysport und Kevin Krawietz im Tennissport.
Kevin habe er bereits sehr früh mit 18 Jahren gefördert. "Ich bin wahnsinnig stolz auf ihn". Das Finale sei der Hammer gewesen. Beide Spieler seien von Anfang an bis zur letzten Sekunde locker geblieben.
Ob es bereits Werbeangebote gibt, wollte Martin Finzel von Kevin Krawietz wissen. Darüber habe er sich noch keine Gedanken gemacht. Große Unterstützung habe er durch seine Familie, der Firma Brose und Michael Stoschek erfahren, wofür er allen herzlichen Dank sagen wollte.
Das Finale hätte der frühere Radiomoderator und jetzige Landrat Sebastian Straubel gerne moderiert, obwohl er selbst noch nie Tennis gespielt hat. "Die Region ist stolz auf Kevin Krawietz", so Straubel. Da der Heimatverein von Kevin, der Tennisclub Weiss-Rot-Coburg ist, würden alle vom Coburger Kevin Krawietz reden, sagte Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak. Deshalb überbringe er auch die Gratulation der Stadt Coburg und bat um einen Eintrag ins "Goldene Buch".
"Ein Franke hat gewonnen", so umschrieb es Eberhard Fröbel diplomatisch. Der Leiter des Sportamtes hofft darauf, dass durch den grandiosen Erfolg von Kevin die Tennisplätze wieder mehr gefüllt sind und die Vereine mehr Mitglieder bekommen.
Wenn man sich vor Augen hält, was aus "Bum-Bum-Boris" geworden ist, dann ist diese Überschrift nicht nur taktlos, sondern schon fast eine Beleidigung des sympathischen Witzmannsbergers ... – fehlt denn in der Redaktion JEDES Gefühl für irgendwas?