Der Beschluss in der Stadtratssitzung am Donnerstag dürfte reine Formsache sein: Die Firmen Schumacher Packaging (Ebersdorf) sowie Wöhner (Rödental) wollen Gesellschafter in die Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz Coburg werden. Bislang gehören der Projektgesellschaft Stadt und Landkreis Coburg, die IHK zu Coburg, der Aero-Club sowie die Firmen Kapp und Brose an. Mit Schumacher und Wöhner signalisieren zwei weitere Firmen, dass sie auf einen Verkehrslandeplatz im Coburger Land angewiesen sind. Schumacher zum Beispiel verfügt über eine werkseigene Maschinen und fliegt ab Coburg regelmäßig zu den Zweigwerken in Polen sowie zu Geschäftspartnern.

Die Gesellschafterversammlung muss dem Beitritt neuer Mitglieder zustimmen. Die Stadt wird dabei vom Oberbürgermeister vertreten, der aber bei solchen wichtigen Entscheidungen ein Votum des Stadtrats brauche, erläutert Willi Kuballa.
Er ist in Personalunion Rechtsdirektor der Stadt Coburg und Geschäftsführer der Projektgesellschaft.

Untergrund untersuchen

Die hat am Montag mit den Bohrungen für die Erkundung des Untergrundes am vorgesehenen Flugplatzgelände begonnen. Die Bohrungen werden auf städtischen und staatlichen Flächen durchgeführt, da die Gemeinde Meeder und private Grundeigentümer die Bohrungen auf ihrem Gelände nicht gestattet haben.

Die Bohrungen seien für die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens erforderlich, heißt es in der Mitteilung der Projektgesellschaft. Es gehe dabei um die Bodeneigenschaften und die Grundswasserverhältnisse. "Die Beschaffenheit des Baugrundes muss auf jeden Fall abgeklärt und bei den vorzunehmenden Planungen berücksichtigt werden", erklärt Ralf Geißler von CDM Smith. Die Firma steuert das Planfeststellungsverfahren. "Die Bohrarbeiten werden wohl die letzten sichtbaren Vorbereitungen auf dem Gelände vor der Einreichung der Planfeststellungsunterlagen sein." Eingereicht werden sollen die Unterlagen im Frühjahr.