Der Weg von der Arbeit nach Hause wird für viele Autofahrer, die täglich die B4 benutzen, etwas nervenaufreibender werden. Denn nach Ostern beginnen die Bauarbeiten auf dem Nordring zwischen dem Anschluss Rodacher Straße und der A73. Geplant war zunächst, nur die oberste Asphaltschicht der Straße, die sogenannte Deckschicht, zu erneuern. Neue Sicherheitsauflagen haben das Bauamt dazu genötigt, vorab noch weitere Arbeiten durchzuführen.

"Ähnlich wie der Hausbesitzer seine Tapete erneuern muss, muss hier die Verschleißschicht erneuert werden", erklärt Baudirektor Jürgen Woll vom Bauamt den Grund für die Arbeiten. Die Deckschicht sei mittlerweile schwer beschädigt und löse sich auf, daher gebe es jetzt Handlungsbedarf. Ende Mai beginnen die Bauarbeiten auf der "Stadtautobahn", die in sieben Bauphasen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein sollen.
Zusätzlich wird die Decke der Auf- und Abfahrtsrampen der Rodacher Straße und der Lauterer Höhe neu bezogen.


Keine großen Behinderungen

Befahrbar wird die B4 während dieser Zeit weiterhin sein, allerdings nur einseitig. Der Verkehr wird über den Mittelstreifen umgeleitet, sodass immer jeweils eine Seite der Fahrbahn einspurig für den Verkehr offen steht, erläutert Günter Engelhardt, Sachgebietsleiter für den Straßenbau im Landkreis Coburg. "Es wird eine sehr umfangreiche Baumaßnahme", gibt er zu.

Angesichts der rund 25 000 Fahrzeuge, die im Schnitt täglich den Nordring nutzen, stellt sich die Frage nach möglichen Verkehrsbehinderungen. "Es wird nicht zu großen Behinderungen kommen", ist sich Woll sicher. Er wisse zwar, dass in der Regel viele in den ersten Tagen Schwierigkeiten haben, aber die Fahrer "werden sich andere Wege suchen." Bereits vorher, ab dem 29. März, steht noch eine "Vorwegmaßnahme" an. Die Schutzeinrichtungen auf dem Mittelstreifen entsprechen nicht mehr den aktuellen Richtlinien, erklärt Engelhardt, deshalb müssten auch diese ersetzt werden, um besseren Schutz zu gewährleisten. Der Sicherheit fallen auch 20 Leuchten zum Opfer, die im Mittelstreifen stehen. Bei einem Aufprall könnte eine Lampe umknicken und auf die andere Fahrbahn fallen, erläutert Woll.

Das entspricht ebenfalls nicht mehr den aktuellen Vorschriften und wird der Stadt voraussichtlich 20 000 Euro kosten, wie die zweite Bürgermeisterin Birgit Weber berichtet. Diesen Teil der Bauarbeiten will Engelhardt bis Pfingsten vollendet haben. Währenddessen wird der jeweils innere Fahrstreifen gesperrt, aber zumindest alle Zufahrten befahrbar sein, sagt er.

Die Kosten betragen insgesamt rund 2,2 Millionen Euro. Begleitet werden die Bauarbeiten mit einer "intensiven Öffentlichkeitsarbeit", wozu auch eine eigene Webseite gehört.