Der Grund: Der Jugendliche hatte die Karte schon einmal im Februar im Zug vorgezeigt. Der Zugbegleiter hatte die Karte akzeptiert - aber für einen zweiten Monat wollte er sie nicht gelten lassen. Es war ihm offenbar auch nicht möglich, dem jungen Mann verständlich zu machen, was mit der Karte falsch war.

Leidtragende war die Stadt Bad Rodach, die dem Syrer eine neue Monatskarte besorgen musste, für 89,90 Euro. Erste Kontakte mit der Bahn liefen ins Leere. Kämmerer Michael Fischer war deshalb so sauer, dass er im Stadtrat über den Vorfall berichtete. Die Geschichte stand am 17. März im Tageblatt, und dann ging es schnell: Noch am gleichen Tag stellte die Bahn einen Gutschein über 95 Euro aus, und Kämmerer Fischer ist zufrieden. Damit es aber keine Missverständnisse mehr gibt und der Jugendliche die neue Monatskarte nicht mehr zu früh mitnimmt, erhält er die nächste erst kurz vor Monatsende. Denn der Bahn-Mitarbeiter habe dem Flüchtling ja helfen wollen, indem er die März-Karte schon im Februar akzeptierte, sagt Fischer.