Nachdem am Wochenende Hakenkreuz-Schmierereien am Coburger Justizgebäude aufgetaucht waren, wurden am Montag mehrere linkspopulistische Graffitis entdeckt. Nun wurde sogar das Staatsschutzkommissariat eingeschaltet, um die Ermittlungen zu übernehmen.

Bislang Unbekannte besprühten am Montag (17. Januar 2022) mehrere Stellen in der Coburger Innenstadt mit Graffitis. Die Polizei vermutet dahinter eine Reaktion auf die Hakenkreuze, die ein 54-jähriger Tatverdächtiger am Sonntag (16. Januar 2022) im Bereich des Justizgebäudes angebracht hatte. Der Mann hatte neben dem entstandenen Sachschaden auch ein Bekennerschreiben hinterlassen.

Erneut Schmierereien in Coburg aufgetaucht: Polizei ermittelt

Die nun aufgetauchten linken Schriftzüge, die laut dem Polizeipräsidium Oberfranken nicht nur antifaschistische Aussagen beinhalten, sondern auch die Polizei beleidigen, befanden sich vor allem am Rand der Coburger Altstadt. Insbesondere der Bereich entlang der Hindenburgstraße sei betroffen gewesen.

Staatsschutz involviert: Kripo beauftragt Kommissariat mit Ermittlungen

Rund 15 solcher Graffitis meldet die Polizei, die unter anderem auf Stromverteilerkästen, Mülleimern, Wänden und Briefkästen gefunden wurden. Insgesamt entstand ein Sachschaden in niedriger vierstelliger Höhe.

Das Kommissariat für Staatsschutzdelikte der Kriminalpolizei Coburg übernahm die Ermittlungen zu den politisch motivierten Sachbeschädigungen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.  Zeugen, die im Laufe des Montags verdächtige Personen bei den Sprühaktionen in der Innenstadt beobachtet haben oder andere hilfreiche Hinweise haben, sollen sich bei den Ermittlern unter der Telefonnummer 09561/645-0 melden.

Vorschaubild: © Patty Varasano/Symbolfoto