Die wohl größte Baumaßnahme, die momentan in Neustadt durchgeführt wird, soll im neuen Jahr zum Abschluss kommen. "Wir wollen die neue Gestaltung des Marktplatzes und der angrenzenden Grünflächen fertigstellen", sagt Oberbürgermeister Frank Rehban (SPD). Weil Ende November ein mittelalterlicher Friedhof neben der Kirche St. Georg gefunden wurde, kommt es derzeit zu Verzögerungen. Frank Rebhan hofft, dass die Arbeit der Archäologen bald abgeschlossen ist und die Marktplatzsanierung fortgesetzt werden kann. "Die bisherige Planung sieht vor, dass wir im Mai fertig sind."

Kunstrasenplatz für die Freisportanlage

Ein weiteres Projekt, das im Herbst 2020 begonnen wurde und dessen Abschluss für die Sommerferien 2023 geplant ist, ist die Generalsanierung der Grundschule in der Heubischer Straße. "Im Laufe der Sanierung haben wir festgestellt, dass die Bausubstanz zum Teil desaströs war. Und wir wurden damit konfrontiert, dass wir das Dach in den nächsten Jahren machen müssten", sagt der Oberbürgermeister. Um Kosten zu sparen, haben verschiedene Gremien entschieden, das Dach direkt mitzumachen. "Wir hätten sonst das Gebäude noch einmal komplett einrüsten müssen." Unter anderem durch Lieferengpässe kam es bereits zu Verzögerungen.

Was die Innenstadtentwicklung betrifft, tut sich laut Frank Rebhan immer etwas in Neustadt. So steht, wenn der Marktplatz fertig ist, direkt das nächste Projekt an. "Wir wollen die Georg-Langbein-Straße neu aufplanen und vergeben. Sie soll an den Marktplatz angeglichen werden." Die Ausschreibung soll so schnell wie möglich beginnen. Ob durch die Planung und die Vergabe noch in diesem Jahr oder erst 2023 mit der Baumaßnahme begonnen werden kann, ist noch unklar.

Was außerdem in Angriff genommen werden soll, ist die Freisportanlage, die in vielen Teilen brachliegt. "Der lang ersehnte Kunstrasenplatz soll so schnell wie möglich gebaut werden. Es gibt eine hohe Förderung", sagt Frank Rebhan. Als Nächstes steht die Erstellung des Haushaltsplans an, danach könne man sehen, welche Maßnahmen noch beschlossen werden.

Neben den Baumaßnahmen ist es Frank Rebhan ein Anliegen, neuen Wohnraum zu schaffen. "Wir wünschen uns, dass uns Eigentümer im Bezug auf den Erwerb von Grundstück und Gebäuden unterstützen", sagt der Oberbürgermeister. So könnten bereits versiegelte Flächen genutzt werden. Die Stadt Neustadt müsse darüber hinaus weitere Wohnbaugebiete suchen und erschließen. "Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ist riesig."

Vor dem Hochwasser schützen

Ein weiteres Vorhaben, das 2022 in Angriff genommen werden soll, ist das Planfeststellungsverfahren für das Hochwasserrückhaltebecken zwischen Wildenheid und Höhnbach. "Die Maßnahme ist dringend für Wildenheid und Neustadt und die Planung zieht sich schon unendlich", sagt Frank Rebhan. Er hofft, dass die Planung endlich abgeschlossen und mit der Umsetzung begonnen werden kann. "Wir haben letztes Jahr gesehen, was Hochwasser anrichten kann."

Vor allem, um im Ernstfall die Wartezeiten auf die Feuerwehr oder den Rettungsdienst zu verkürzen, hofft der Oberbürgermeister, dass es in diesem Jahr mit dem Bau einer Unterführung der Bahngleise in der Ketschenbacher Straße weitergeht. "Die Deutsche Bahn hat weiter Unterlagen ergänzend angefordert, die von einem Ingenieurbüro schnellstmöglich erarbeitet werden", sagt Frank Rebhan. Wenn die Schranken geschlossen sind, können der Rettungsdienst und die Feuerwehr behindert werden. "Wenn es brennt oder ein medizinischer Notfall eintritt, soll niemand unnötig lange auf Hilfe warten."

Neben den zahlreichen Baumaßnahmen wünscht sich Frank Rebhan für Neustadt vor allem, dass wieder Leben in die Stadt kommt. "Ich hoffe, dass unsere kulturellen Veranstaltungen, wie das Kinderfest, das Marktfest, das Puppenfestival und Swing im Park wieder angstfrei laufen können." Vor allem das Kinderfestwochenende sei für die Stadt immens wichtig. "Das Kinderfest ist unser Nationalfeiertag."