Der Bericht "Wie Ärzte im Klinikum Bayreuth unter Druck des Managements gerieten" im aktuellen Magazin "Der Spiegel" sorgt für Unruhe.

Überlastete Ärzte, mögliche Behandlungsfehler, veraltete Hygienemaßnahmen: Die Liste der Kritik ist lang. Es herrsche eine Medizin nach Kassenlage, in der wirtschaftliche Aspekte priorisiert werden.

Wie der Nordbayerische Kurier auf seiner Internetseite meldet, wollte der Klinik-Chef Roland Ranftl am Sonntag noch keine offizielle Stellungnahme zu dem Bericht abgeben.

Derweil wird vor allem auf Facebook von Internetnutzern heftig diskutiert. Von "Hetzerei gegen das Klinikum" bis hin zu "Qualitätsmanagement ist dort ein Fremdwort" reichen die Meinungen.

Viele zufriedene ehemalige Patienten verteidigen den Ruf der Klinik.

T. Ferland, die ihren Angaben auf Facebook zufolge momentan in der Klinik liegt, äußert sich wie folgt:

"Wenn man die richtigen Schwestern im Dienst hat, passt sowohl die medizinische Betreuung, als auch das Zwischenmenschliche. ... Und wenn ein Arzt 30 Stunden-Schichten schiebt - was durchaus Gang und Gebe hier im Klinikum zu sein scheint - dann wundert mich nichts. Man muss immer beide Seiten sehn..."