Bayreuth
Wagner-Blech-Comedy

Mnozil Brass eröffnet Wagner-Jubiläumsjahr

Der Veranstaltungsreigen anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner im kommenden Jahr wird eröffnet mit "Hojotoho", einer "Wagner-Blech-Comedy", auf die Bühnen gebracht von Mnozil Brass. Die sieben Blechbläser zeigen am 6. Januar um 19.30 Uhr in der Stadthalle die Premiere eines städtischen Auftragswerkes, in Szene gesetzt von Hügelregisseur Philippe Arlaud.
Das Repertoire des österreichischen Blechbläserensembles Mnozil Brass umfasst Blasmusik mit komödiantischen Einlagen.  Foto: Carsten Bunnemann
Das Repertoire des österreichischen Blechbläserensembles Mnozil Brass umfasst Blasmusik mit komödiantischen Einlagen. Foto: Carsten Bunnemann
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Wie gespannt der Zuschauer auf das Gesamtkunstwerk "Hojotoho" sein darf, zeigen erste Probenszenen. Diese wurden per Video in Anwesenheit von Philippe Arlaud, Ni colaus Richter, dem städtischen Kulturbeauftragten für Musik und Theater sowie Thomas Gansch, Trompeter bei Mnozil Brass, im Rahmen einer Pressekonferenz vorgeführt. Heiter wird es sein, mit ungewöhnlicher Akustik. Dafür sind Mnozil Brass bekannt. Comedy, gepaart mit schrägen Tönen. Nicht umsonst werden die Österreicher auch die Monty Pythons der Blasmusik genannt. Wie funktioniert also die Zusammenarbeit mit dem weltberühmten, vielfach ausgezeichneten Wagner-Kenner Philippe Arlaud?

"Es wird wundervoll", schwärmt der Franzose, "die Präsentation erinnert ein bisschen an Comédie-Française.
Die richtige Balance zwischen Spaß und Ernst, zu der auch die Arbeit der Choreographin Anne-Marie Gros beigetragen hat".

Wagner werde nicht richtig eingeschätzt, so Philippe Arlaud, seine Werke auch aufgrund der Länge, ge fürchtet. Dabei habe fast jeder Musik von Wagner verinnerlicht. "Spielt man populäre Passagen, sagen die Leute: ,Ah, das habe ich schon mal gehört, das soll Wagner sein'", so Philippe Arlaud.

Aha-Effekte hervorrufen

Solche und weitere Aha-Effekte will "Hojotoho" hervorrufen. Regisseur Arlaud verspricht, der Zuschauer werde eintauchen in die Musik und sich einer Reise durch den Wagner-Kosmos nicht entziehen können. Philippe Arlaud stemmt die herkuleshaft zu nennende Aufgabe, die Wiener Bläsercombo, die mit Trompeten und Posaunen hantieren, in ihrer Kreativitätseruption einzufangen. Die Bühnenpräsentation aus Blech, Tanz und Komik, bei der auch König Ludwig II., Richard Wagner selbst und auch Venus einen Auftritt haben, dauert eineinhalb Stunden. Musikalisch werden Wagner-Themen gemischt mit Musik von Puccini, Haydn und Mendelssohn.

Durch diese Auftragsarbeit sei er von einem völlig unwissenden zu einem glühenden Wagner-Verehrer geworden, erzählt Trompeter Thomas Gansch. Außerdem macht sich Mnozil Brass mit "Hojotoho" selbst ein Geschenk zum 20-jährigen Bandjubiläum. Mit "Hojotoho" wird die Band bis nach Australien auf Tournee gehen. Karten für die Veranstaltung ab so fort an der Theaterkasse und unter www.wagnerstadt.de.