Eine Tatsache, die die Führungsspitze der Handwerkskammer für Oberfranken, Präsident Thomas Zimmer und Hauptgeschäftsführer Thomas Koller, zum Grübeln bringt. "Viele der möglichen 145 Ausbildungsberufe im Handwerk sind den Schülern gar nicht bekannt", bedauert Thomas Koller beim Jahrespressegespräch.

Ein Strategiekonzept wird nun eingesetzt, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Vor allem die Förderung von jungen Talenten soll die Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung der 16.221 Mitgliedsbetriebe in Oberfranken weiter ankurbeln.

Wie Präsident Thomas Zimmer ergänzt, werden die "Berufsmessen Handwerk", ehrenamtliche Handwerkspaten und gezielte Nachwuchsförderung dafür genutzt, die besonderen Herausforderungen der einzelnen Fachbereiche ins rechte Licht zu setzen.

Insgesamt sind 85 Prozent der oberfränkischen Handwerksbetriebe mit ihrer aktuellen Situation zufrieden. Für Präsident Thomas Zimmer ein Indiz, dass die Arbeitsverhältnisse im Handwerk stabil sind. Handlungsbedarf sieht die HWK-Spitze bei der geplanten Verlängerung der Zahlungsfristen bei Handwerkerrechnungen von 30 auf 60 Tagen (Höchstgrenze). Auch die geplante Tachographenpflicht stößt massive Kritik.