Sie kandidiert somit für das Direktmandat bei der Landtagswahl im September 2013, das bislang seit 1994 Walter Nadler (CSU) inne hat. Nadler tritt aus Altergründen nicht mehr zur Wahl an. Nach Ansicht der CSU-Delegierten hat Gudrun Brendel-Fischer, die erstmals 2007 als Nachrückerin für den Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm das Abgeordnetenmandat übernahm, bisher mit guter Arbeit im Maximilianeum überzeugt. Ihre Kompetenz und Erfahrungen in der Sozial-, Bildungs- und Familienpolitik, mit der sie für ihren bisherigen kombinierten Stimmkreis Kulmbach/Bayreuth eintrat, kamen bei den Delegierten gut an.

Walter Nadler sowie der CSU-Kreisvorsitzende Bayreuth Stadt, Michael Hohl, gaben vor der Abstimmung eine Empfehlung für Thomas Ebersberger ab.
Obwohl sich der Bayreuther Bürgermeister bei seiner persönlichen Vorstellung als veritabler Kandidat präsentierte, folgten die Delegierten eher der Empfehlung des CSU-Kreisvorsitzenden Bayreuth-Land, Hartmut Koschyk. Dieser bedauerte, die bisher praktizierte Mandate-Teilung zwischen der Stadt- und Land-CSU nicht mehr empfehlen zu können.

Als Grund nannte er die Neuordnung der Stimmkreise und, damit verbunden, die geringere Zahl oberfränkischer Vertreter im Landtag. Heinersreuth, der Wohnort von Gudrun Brendel-Fischer, liegt nun im Stimmkreis Bayreuth, was ihre Kandidatur untermauerte.

Nach zehn Jahren als Bezirksrat wollte auch Michael Hohl aus persönlichen Gründen nicht mehr antreten. Die Delegiertenversammlung bestimmte mit 87 von 92 abgegebenen Stimmen Stefan Specht, den Fraktionsvorsitzenden der Bayreuther CSU im Stadtrat, als direkten Bewerber für das Bezirkstagsmandat.