• Ausbruch der Blauzungen-Krankheit (BT) in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.
  • Die Tierseuche ist eine Gefahr für Wiederkäuer (Schafe, Rinder und Ziegen).
  • Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr.
  • Das Landratsamt Bayreuth in Oberfranken empfiehlt die Schutzimpfung.

 

Nach dem Ausbruch der Blauzungen-Krankheit in Rheinland-Pfalz(Kreis Trier-Saarburg) sowie in Baden-Württemberg (Kreis Calw) wurden Kreise in Franken zu Sperrzonen erklärt. Das Landratsamt Bayreuth hat nun am Mittwoch, 29.05.2019, eine Empfehlung herausgegeben: Es rät zur Schutzimpfung für Rinder und Schafe.

Blauzungen-Krankheit: Was steckt dahinter?

Weder für Menschen, noch für Haustiere ist die Infektionskrankheit gefährlich. Anders allerdings sieht es bei Ziegen, Rindern und Schafen aus: Es entzünden sich die Schleimhäute infizierter Tiere, es kommt zu Gefäßstauungen und es treten Schwellungen und Blutungen auf. Häufig tritt eine bläuliche Färbung der Zunge auf - daher auch der Name der Krankheit. Übertragen wird das Virus dabei von Tier zu Tier durch kleine blutsaugende Mücken.

Symptome der gefährlichen Tierseuche

Typische klinische Symptome sind meist nur beim Schaf zu finden, erläutert das Landratsamt Bayreuth. Sie zeigen circa sieben bis acht Tagen nach der Infektion die ersten Anzeichen einer akuten Erkrankung: erhöhte Körpertemperatur, Apathie und Absonderung von der Herde. Bald nach dem Anstieg der Körpertemperatur schwellen die geröteten Maulschleimhäute an. Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss und Schaumbildung vor dem Maul. Die Zunge schwillt an und kann aus dem Maul hängen. Die namensgebende Verfärbung der Zunge ist sehr selten und nur bei hoch-empfänglichen Schafrassen zu erwarten. An den Klauen rötet sich der Kronsaum und schmerzt. Die Schafe können lahmen, und bei tragenden Tieren kann die Krankheit zum Abort führen.

Die klinischen Symptome bei Rindern sind Entzündungen der Zitzenhaut und Schleimhäute im Bereich der Augenlider, Maulhöhle und Genitalien. Zudem treten Ablösungen von Schleimhäuten im Bereich der Zunge und des Mauls sowie Blasen am Kronsaum auf.

Landratsamt Bayreuth: Impfung soll vor Blauzungen-Krankheit schützen

Der Landkreis Bayreuth ist bislang frei von der Erkrankung. Damit das so bleibt, reagiert nun das Landratsamt: Es empfiehlt die Schutzimpfung. Insbesondere Haltern von Rindern und Schafen wird eine Impfung ans Herz gelegt.

Zusätzliche Informationen zur Blauzungen-Krankheit

Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit