Es hätte noch viel schlimmer kommen können, als ein alkoholisierter Fahrer auf der A9 von hinten mit einem Audi Q5 in ein anderes Auto krachte. Der Sachschaden war allerdings immens.
Bei einem schweren Unfall auf der A9, bei dem ein 13 Monate altes Kleinkind in Mitleidenschaft gezogen wurde, war offenbar Alkohol im Spiel. Wie die Polizei mitteilt, hatte der Fahrer eines gemieteten Audi Q5 bei einem später durchgeführten Alkoholtest immer noch einen Promillewert von 0,84.
Der Unfall ereignete sich am Montag (28. September 2026) bei Gefrees gegen 15.30 Uhr in Fahrtrichtung Bayreuth/Nürnberg. Ein 34-jähriger Kanadier am Steuer des Q5 konnte nach Angaben der Polizei bei hoher Geschwindigkeit einen Auffahrunfall mit einem Lastwagen auf der Mittelspur gerade noch verhindern. Doch beim Ausweichmanöver auf die linke Spur sei der Audifahrer, der einen 31 Jahre alten kanadischen Landsmann auf dem Beifahrersitz hatte, dann in einen VW Passat gekracht.
13 Monate altes Kleinkind kommt mit dem Schrecken davon
Der Passat, besetzt mit fünf Personen einer Familie aus Großbritannien, geriet außer Kontrolle und schleuderte in die Leitplanke. Ein 65-jähriger Fahrzeuginsasse wurde dabei leicht verletzt. Alle anderen, darunter ein nur 13 Monate altes Kleinkind, kamen ersten Erkenntnissen zufolge mit dem Schrecken davon.
Die beiden Insassen des Audi Q5 blieben unverletzt. Doch auch das Fahrzeug des Unfallverursachers landete in der Leitplanke. Den Sachschaden an den Autos schätzt die Polizei auf jeweils 25.000 Euro.
Die Beamten ordneten bei dem 34-jährigen Mann aus Kanada eine Blutentnahme an. Zu einem Alkoholtest sei er an der Unfallstelle nicht in der Lage gewesen. Ein später durchgeführter Test ergab dann immer noch 0,84 Promille. Die Staatsanwaltschaft wies die Beschlagnahme des Führerscheins sowie eine mehrere Tausend Euro hohe Sicherheitsleistung bei dem Kanadier an.