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"Blinder Zerstörungsrausch" in Bayreuth: Autos und Vereinsheim verwüstet


Autor: Stefan Lutter

Bayreuth, Donnerstag, 02. April 2026

Ein Unbekannter hat in Bayreuth zehn Autos beschädigt und ein Vereinsgebäude verwüstet. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 20.000 Euro.
Mehrere Autos und ein Vereinsgebäude wurden in Bayreuth mutwillig zerstört. Die Polizei sucht aktuell Zeugen für die Taten in der Nacht zum Donnerstag.


Was Anwohner am Donnerstagmorgen im Bereich des Röhrensees in Bayreuth entdeckten, ließ sie fassungslos zurück: zerkratzte Autos, eingeschlagene Scheiben, ein verwüstetes Vereinsgebäude. Ein Unbekannter hatte in der Nacht auf Donnerstag eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens zehn Fahrzeuge fielen dem Vandalen zum Opfer, auch ein gemeinnütziges Vereinsgebäude blieb nicht verschont.

Die Polizei bezeichnet den Vorfall in ihrer offiziellen Mitteilung als "blinden Zerstörungsrausch" und wendet sich mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit: Wer in den frühen Morgenstunden im Bereich Wittelsbacherring, Justus-Liebig-Straße oder Hegelstraße verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich bei den Ermittlern melden.

Blinder Zerstörungsrausch in Bayreuth – mindestens 20.000 Euro Sachschaden

Dem Polizeibericht zufolge habe ein unbekannter Täter in der Nacht von Mittwoch, 1. April 2026, auf Donnerstag, 2. April 2026, im Stadtgebiet Bayreuth eine Serie von Sachbeschädigungen angerichtet. Laut Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt beläuft sich der entstandene Schaden auf "mindestens 20.000 Euro".

Demnach gingen am frühen Donnerstag mehrere Anrufe von Bürgern bei der Einsatzzentrale ein, die in der Nacht Opfer eines mutwilligen Sachbeschädigers geworden waren. Mindestens zehn Fahrzeuge wurden durch den Täter zerkratzt, bei einigen waren zusätzlich die Scheiben eingeschlagen. Der Schaden an den Fahrzeugen beträgt nach Angaben der Bayreuther Polizei mindestens 10.000 Euro.

Laut Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt fiel auch ein gemeinnütziges Vereinsgebäude in der Justus-Liebig-Straße dem Vandalen zum Opfer. Mehrere Scheiben des Gebäudes wurden eingeschlagen, auch hier entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro.

Polizei sichert Überwachungsvideo und sucht nach Zeugen

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und sicherte erste Sachbeweise. Darunter befand sich ein "Spurenträger". Dabei handelt es sich für gewöhnlich um einen Gegenstand, den die Polizei am Tatort sicherstellt und auf dem Spuren wie Fingerabdrücke, DNA oder andere forensisch verwertbare Hinweise auf den Täter zu finden sein können. Oberdrein sicherten die Ermittler ein Video einer angrenzenden Überwachungskamera, auf dem "mindestens eine der Taten aufgezeichnet ist", so die Polizei im Bericht wörtlich. 

Die Bayreuther Polizei bittet Anwohner und Zeugen um Mithilfe. Wer in der Nacht vom 1. April 2026 auf den 2. April 2026, vor allem in den frühen Morgenstunden, rund um den Bereich des Röhrensees im Stadtteil Altstadt, insbesondere in den Straßenzügen Wittelsbacherring, Justus-Liebig-Straße und Hegelstraße, verdächtige Beobachtungen machen konnte, soll sich bitte mit der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt unter der Telefonnummer 0921-5062130 in Verbindung setzen.

Die Kriminalität in Bayreuth beschäftigt die Polizei in den vergangenen Wochen verstärkt. Erst Ende März wurden zwei Männer im Alter von 28 und 31 Jahren in der Maximilianstraße von einer Personengruppe attackiert, verletzt und ausgeraubt. Die Täter schlugen auf die Opfer ein und entwendeten Bargeld, bevor sie in unbekannte Richtung flüchteten. Anfang Februar wurde in der Bayreuther Altstadt ein 36-jähriger Mann von zwei Unbekannten angegriffen, die auf ihn einschlugen und eintraten – der Mann erlitt eine Nasenbeinfraktur. Mitte Februar kam es zudem zu einem SEK-Einsatz in der St.-Nikolaus-Straße, nachdem ein 27-Jähriger im Treppenhaus randaliert und einen Nachbarn mit einem Messer bedroht hatte.