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Bayreuth: Drei verdächtige Beobachtungen an Schulen – aber keine Warnung


Autor: Manuel Dietz

Bayreuth, Mittwoch, 07. Oktober 2026

In Oberfranken wurden in den vergangenen Monaten mehrfach Kinder von Fremden angesprochen. Die Polizei nimmt die Vorfälle ernst, spricht aber keine Warnung aus.
In und um Bayreuth kam es in den vergangenen Monaten zu mehreren Vorfällen, bei denen Kinder von Fremden angesprochen wurden. Laut Polizei besteht zwischen den Fällen aber kein Zusammenhang.


Vergangene Woche hat ein Mann in Bayreuth Kinder aus einem Auto heraus angesprochen. Wie ein Sprecher der Polizei Oberfranken am Dienstag (6. Oktober 2026) auf Nachfrage von inFranken.de mitteilt, hatte sich der Vorfall am vergangenen Dienstag (29. September 2026) an einer Bushaltestelle vor dem Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium ereignet. Demnach hatte ein Unbekannter aus einem Auto heraus zwei Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe angeboten, sie nach Hause zu fahren. Die Schülerinnen lehnten ab und informierten ihre Eltern. Eine Mutter brachte den Fall wiederum bei der Polizei Bayreuth zur Anzeige. 

Nach Angaben der Polizei hatten sich in den vergangenen sechs Monaten bereits zwei ähnliche Fälle ereignet, bei denen Schulkinder in Stadt und Kreis Bayreuth von einem fremden Mann aus einem Auto heraus angesprochen worden waren. Trotz gewisser Parallelen zum jüngsten Fall geht die Polizei aktuell jedoch nicht davon aus, dass zwischen den drei Vorfällen ein Zusammenhang besteht.

Kinder von Fremden angesprochen: Polizei sieht keinen Zusammenhang – "unterscheiden sich signifikant"

"In den Mitteilungen über die Fälle, die uns aktuell vorliegen, klingen die Beschreibungen zunächst zwar ähnlich, bei genauerer Betrachtung unterscheiden sich die Personen- und Fahrzeugbeschreibungen jedoch so signifikant, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass es sich dabei um ein und denselben Unbekannten handelt", erklärt der Sprecher der Polizei Oberfranken gegenüber inFranken.de. Auch deshalb habe man sich nach dem jüngsten Vorfall dagegen entschieden, eine Personenbeschreibung herauszugeben. Somit soll verhindert werden, dass das "Bild des einen Täters" entstehe.

Laut Polizei sei es vor allem wichtig, Kinder sowohl zu Hause als auch in den Schulen allgemein für Gefahrensituationen zu sensibilisieren. Kinder müssen demnach lernen, wie sie sich in solchen Situationen verhalten sollen, um im Notfall richtig reagieren zu können und zu melden, falls ihnen etwas merkwürdig vorkommt. 

Dennoch nimmt die Polizei die jüngsten Vorfälle ernst. Demnach waren in den vergangenen Tagen vermehrt Polizeibeamte an und rund um die Bayreuther Schulen im Einsatz, um verdächtiges Verhalten festzustellen und im Fall der Fälle schnellstmöglich eingreifen zu können. Dabei seien jedoch keine weiteren Vorkommnisse festgestellt worden. Grund zur Panik oder eine akute Warnung bestehe laut Polizei also nicht. 

Erst kürzlich hatte ein fremder Mann in Neustadt an der Aisch vier Kinder angesprochen, und ihnen angeboten, sie in seinem Auto mitzunehmen. Weitere Nachrichten aus Bayreuth findet ihr in unserem Lokalressort.