Friseurtermin in Bayreuth zu versteigern: Andreas Nuissl besitzt in Bayreuth zwei Friseursalons, Cutting-Crew Hair Design und Hair-Force-One. Nachdem bekannt wurde, dass die Friseure ab 1. März 2021 wieder öffnen dürfen, stand bei ihm das Telefon nicht mehr still: "Alle wollten den Termin um 8 Uhr haben", berichtet er im Gespräch mit inFranken.de

"Damit wir allen gerecht werden, kam mir die Idee, den 8-Uhr-Termin zu versteigern", so Nuissl. So ziehe er niemanden vor und kein Kunde werde benachteiligt. Die Einnahmen will er an einen guten Zweck spenden, an die Tafel Bayreuth und an den Service-Club Round Table 98 Bayreuth, der Kinder in Not unterstützt. 

Versteigerung für ersten Friseurtermin nach Lockdown: Höchstgebot lag bei über 400 Euro

Bereits vergangenen Freitag (12. Februar 2021) lag das Höchstgebot bei 288 Euro. Die Aktion bekam immer mehr Aufmerksamkeit. "Eine Kundin hat angerufen und gesagt, sie hätte gerne den 12-Uhr-Termin und spendet auch noch 500 Euro für die Aktion", berichtete Nuissl begeistert. Er freute sich über die rege Teilnahme. 

Nun ist die Aktion auf Ebay beendet. Der Gewinner: Ein 43 Jahre alter Handwerker und Mitglied einer Hilfsorganisation, die sich für Kinder einsetzt und an die das Geld auch gehen soll. Der Mann habe den Termin am 1. März für 422 Euro ersteigert, erklärte Nuissl am Sonntag.

Zusätzlich zu den 422 Euro seien von Kunden und Freunden bisher noch weitere 1310 Euro als Spenden zusammen gekommen. "Ich denke, dass in den nächsten drei Wochen, besonders wenn wir ab dem 1. März wieder geöffnet haben, noch zusätzliche Spenden kommen", sagte Nuissl.

Termin-Versteigerung und weitere Spenden bringen mehr als 1700 Euro für den guten Zweck ein

Das Geld soll der Tafel Bayreuth und dem Kinderprojekt Round Table 98 Bayreuth am 15. März übergeben werden. Friseurgeschäfte sind seit dem Lockdown vom 16. Dezember geschlossen. Das Verbot wurde nach einem Bund-Länder-Gipfel zum 1. März aufgehoben.

Weiterhin jonglieren und sortieren Nuissl und sein Team die Termine für März. Über 250 Anfragen habe er bis vergangenen Freitag schon bekommen. "Wir wollen es nicht übertreiben. Schließlich haben wir immer noch eine Pandemie", berichtet Nuissl. Er will seine Kunden sicher und mit Abstand empfangen. "Und wenn wir dann auch noch für einen guten Zweck spenden können, ist das doch super." mit dpa

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