Der Freistaat Bayern hat im April 2021 einen Sonderfond mit dem Namen "Innenstädte beleben" aufgelegt, um Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Pandemiefolgen zu unterstützen. Darunter auch Bamberg.

Insgesamt schüttet das bayerische Bauministerium eine Fördersumme von 200 Millionen Euro an 486 Städte und Gemeinden in Bayern aus. Aus den von Bund und Land gespeisten Programmen "Lebendige Zentren", "Sozialer Zusammenhalt" und "Wachstum und nachhaltige Erneuerung" würden etwa Projekte zur Anpassung von Ortszentren an die veränderte Situation nach der Corona-Pandemie gefördert.

Lebendige Ortszentren als Förderziel

"Unsere bayerischen Städte, Märkte und Gemeinden erleben gerade in der von der Pandemie geprägten Zeit einen starken Wandel", sagte Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU). "Gerade nach der begegnungsarmen Zeit sind lebendige Ortszentren, in denen man sich gerne aufhält, von zentraler Bedeutung", betonte sie.

"Die in Aussicht gestellte Förderung von rund zwei Millionen Euro für die Aufwertung der Bamberger Innenstadt ist ein großer Erfolg", sagt Oberbürgermeister Andreas Starke als Reaktion auf die Pressemitteilung des Bauministeriums. "Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wertvoll eine intakte Altstadt ist."

Der Bamberger Innenstadt wird regelmäßig von der eigenen Bewohnerschaft, von Besuchern und Fachplanern aus den Bereichen der Stadt- und Wirtschaftsentwicklung eine hohe Attraktivität bescheinigt. Dennoch ist noch Luft nach oben, besonders in puncto Sitzgelegenheiten. Dem wachsenden Online-Handel kann im attraktivem Altstadt-Ambiente "ein besonderes Einkaufserlebnis entgegengesetzt werden", so Starke.

Bamberg gehört bayernweit zu den fünf Städten und Gemeinden mit der höchsten Förderung und soll somit besonders von dem mit 100 Millionen Euro ausgestatteten Sonderfonds profitieren. Hierbei trägt der Freistaat 80% der Projektkosten, während sich die Städte und Gemeinden mit 20% an den Kosten beteiligen. Von der Förderung betroffen sind unter anderem städtebauliche Konzepte zur Weiterentwicklung der Innenstädte sowie baulich-investive Maßnahmen zur Belebung des öffentlichen Raumes.

Bauliche Maßnahmen, die Bambergs Innenstadt erwarten

Gleich nach dem Projektaufruf Ende April wurde innerhalb weniger Wochen die Bedarfsmitteilung mit verschiedenen Maßnahmen zusammengestellt. Mit dem Beschluss des Bau- und Werksenates vom 09.06.2021 wurden folgende Projekte angemeldet:

  • Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum im Bereich der Heller-, Keßler-, und Nördliche und Südliche Promenadestraße sowie der Generalsgasse und Lugbank,
  • Die Herstellung eines Quartiersparks Klosterstraße
  • Die Aufstellung von Sitzbänken im Bereich Am Kranen, Brudermühle und Grüner Markt sowie
  • Die Umsetzung eines Märktekonzeptes inklusive der Herstellung der dazugehörigen Infrastruktur.

Der weitere Ablauf sieht dann so aus: Parallel zum Eingang der offiziellen Rahmenbewilligung des Freistaates in den kommenden Wochen werden Mittel für die Haushaltsberatungen für 2022 beantragt. Die Bereitstellung der Haushaltsmittel durch den Stadtrat ist Voraussetzung für die Beantragung der projektbezogenen Förderanträge. Die Umsetzung der kleineren Maßnahmen wie etwa das Aufstellen von Bänken könnte kurz bis mittelfristig erfolgen. Größere Konzepte und bauliche Maßnahmen können erst nach einer Beteiligung der Anlieger und Betroffenen geplant werden, ab Frühjahr/Sommer 2022. Öffentlich ausgeschrieben werden, können die Projekte dann zum Herbst 2022, so dass die Umsetzung ab 2023 erfolgen kann.