Eine unvollständige Schatzkarte mit kryptischen Zeichen, ein Stift und zwei Smartphones - damit ausgerüstet stürzen wir uns in das Abenteuer. Es ist kurz vor elf Uhr. Wir befinden uns vor der Touristeninformation Geyerswörth in Bamberg. Hier ist der Startpunkt des Spiels, das wir testen.

Wir, Marcel Terillo und Selina Helmrich, probieren die neue WebApp "myCityHunt" aus. Dabei handelt es sich um ein Spiel, das eine Mischung aus "Escape Room" und Schnitzeljagd ist. Gespielt wird im Freien. In den sogenannten "Escape Rooms" werden Teilnehmer in einen Raum gesperrt. Innerhalb einer vorgegebenen Zeit müssen sie Rätsel lösen, um entkommen zu können. Beim "Outdoor Escape Game" ist es ähnlich: Ziel ist die Lösung eines Kriminalfalls. Die Spieler müssen dafür Rätsel lösen, kleine Herausforderungen meistern und so Punkte sammeln, um am Ende den Schatz zu erhalten.

So funktioniert's

Vor Spielbeginn wurde uns ein Teilnahme-Ticket, ein Ticketcode und eine Anleitung per E-Mail zugeschickt. Außerdem die Schatzkarte. Laut Organisator sollte diese Karte sowie das Teilnahmeticket ausgedruckt zum Spiel mitgebracht werden.

Weitere Voraussetzungen: Die Handys benötigen ausreichend Akku, müssen internetfähig sein und mindestens über ein Datenvolumen von 100 MB verfügen.

Das Spiel beginnt

Um das Spiel starten zu können, müssen zuerst die Smartphones der Gruppenmitglieder registriert werden. Das funktioniert über einen QR-Code. Für ältere Modelle muss dafür gegebenenfalls noch eine separate App installiert werden.

Danach registrieren die Gruppenmitglieder ihre Telefonnummern. Dieser Schritt ist nicht nur für die Anmeldung erforderlich, sondern auch, um während des Spiels Benachrichtigungen zu Aufgaben erhalten zu können. Das Spiel selbst wird über den handyeigenen Internetbrowser gespielt. Es ist nicht notwendig, eine App zu installieren.

Auch, wenn die Vorbereitung auf das Spiel zunächst etwas aufwendig klingt, sind die einzelnen Schritte schnell erledigt. Vor dem tatsächlichen Spielbeginn müssen wir uns noch einen Teamnamen überlegen und ein Teamfoto schießen. Ebenfalls müssen wir eine kurze Filmsequenz ansehen.

Für die Navigation während des gesamten Spiels ist ein Spielleiter zuständig. Diese Rolle übernimmt Selina. Die restlichen Mitspieler, in unserem Fall nur ein weiterer, können zwischen verschiedenen Rollen wählen: Marcel entscheidet sich für die Rolle des Professors. Nun kann es losgehen.

Aufgaben aus drei Themenfeldern

Die verschiedenen Aufgaben lassen sich in drei verschiedene Themenbereiche unterteilen: Der häufigste Themenbereich ist "logisches Denken". Die nötigen Informationen, um die Aufgaben bearbeiten zu können, liefert die WebApp. Hintergrundwissen wird nicht vorausgesetzt.

Mathematik ist der zweite Themenbereich. Es werden lediglich Grundkenntnisse vorausgesetzt. Deshalb dürften auch jüngere Teilnehmer kaum Probleme mit den Aufgaben haben.

Zuletzt gibt es noch das Aufgabenfeld "körperliche Aktivitäten": Hier können zusätzliche Punkte erspielt werden. Um diese Punkte zu erhalten, müssen Beweisfotos in die WebApp hochgeladen werden. Am Ende des Spiels werden allen Teilnehmern die Bilder per Link zugeschickt.

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Erfolgreich Challenges lösen

Bei unserem Abenteuer hatten wir elf Hauptaufgaben, die uns quer durch die Bamberger Innenstadt geführt haben. Diese konnten wir erfolgreich im Team lösen.

Zusätzlich zu den Hauptaufgaben gibt es für jeden Mitspieler kleinere Challenges. Diese werden jedem Spieler auf das eigene Smartphone geschickt. Auch, wenn diese Aufgaben nicht immer direkt mit der gewählten Rolle zu tun hatten, waren es abwechslungsreiche Mini-Herausforderungen.

Unsere Schatzsuche hat etwa zwei Stunden gedauert - natürlich können aber auch Pausen eingelegt werden. Für das Spiel sollte aber auf jeden Fall genügend Zeit eingeplant werden.

Highscore knacken

Ziel der digitalen Schnitzeljagd ist es, alle Rätsel zu lösen und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Online können die Punkte des Teams dann mit anderen Spielern verglichen werden. Somit gilt es, neben der Suche nach dem virtuellen Schatz auch die Challenges so gut wie möglich durchzuführen, um den Highscore zu knacken. Den aktuellen Highscore können Spieler auf der Website des Spiels abrufen.

Unser Team hat am Ende der Schatzsuche 1680 Punkte erreicht. Bis auf die letzte Aufgabe, die etwas knifflig war, konnten wir alle anderen Rätsel ohne große Probleme lösen. Manche allerdings erst beim zweiten Versuch. Nach jedem Fehlversuch wurden Punkte abgezogen.

Wer jetzt auch Lust hat, das Bamberger Weltkulturerbe oder eine fremde Stadt auf diese etwas andere Art zu entdecken, kann das Spiel hier ausprobieren oder in über 400 anderen Städten starten.