Ein Eiferer saß da nicht im Buch- und Medienhaus Hübscher, das den Autor eingeladen hatte, am Mittwochabend sein Buch "Der islamische Faschismus. Eine Analyse" vorzustellen. Abdel-Samad, 1972 als Sohn eines Imams in Ägypten geboren, ist Politologe, häufiger Talkshow-Gast, bekannt auch durch die Fernsehserie "Entweder Broder". Und er muss nach Todesdrohungen aus radikalislamischen ägyptischen Kreisen unter Polizeischutz leben.

Was ihn alles nicht zum geifernden Abtrünnigen gemacht hat. Abdel-Samad, durch eine Erkältung an diesem Abend sichtlich gehandikapt, argumentierte ruhig und besonnen, trug zwar nicht immer strukturiert vor, verzichtete dafür auf Fachjargon. Diese Ruhe täuscht vielleicht über die Brisanz seiner Thesen hinweg. Der Politikwissenschaftler sieht den Islam auch als eine politische Ideologie.