Neuer Fledermausweg in Viereth-Trunstadt eröffnet: Von Fledermäusen gehört haben viele, sie gesehen einige, doch wirklich etwas über sie wissen, das tun nur wenige. Dabei gibt es in der Region verschiedenste Arten. Sie unterscheiden sich in Größe, Aussehen und Jagdverhalten, und haben doch eines gemeinsam: ihre Heimat ist in Franken. Der vom Flussparadies Franken mit einer Gruppe aus ehrenamtlichen Bürgern und den Gemeinden neu installierte Fledermausweg zwischen Viereth und Unterhaid stellt die meist nachtaktiven Bewohner der Region an sieben Stationen vor. Das teilt das Landratsamt Bamberg mit.

Als familienfreundlicher und barrierefreier Spazierweg ist die knapp 4 Kilometer lange Strecke ein ideales Ausflugsziel. Neben deutsch- und englischsprachigen Informationstafeln, die auf die typischen Fledermausarten der Region hinweisen, sowie einem kleinen Suchspiel, liefern QR-Codes eine digitale Erweiterung. Die Einbindung von Geocaching ist fest geplant. Der Weg schafft zudem eine im Landkreis Bamberg bisher fehlende direkte Wanderwegeverbindung zwischen den beiden Naturparken Steigerwald und Haßberge durch das Maintal.

Am 18. Juni fällt nun der Startschuss für den Lehrpfad, dessen Ursprungsidee auf den Tag des offenen Denkmals 2019 zurückzuführen ist. Die hierfür etablierte Kooperation der Gemeinden Viereth-Trunstadt und Oberhaid nennt sich „Kellerzweiklang“ und verbindet den Bergbräukeller am Rathaus in Viereth mit der historischen Kellergasse in Unterhaid. Eine geführte Familienwanderung setzte schon damals Fledermäuse, die ihre Winterruhe gerne in Felsenkellern halten, in Szene und war ein voller Erfolg.

Die Informationen liefern dieses Mal sieben neue Infotafeln, deren Eröffnung von einem flexibel gestaltbaren Aktionsprogramm umrahmt wird. Unter den Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie gibt keine geführte Wanderung, sondern es soll jeder eigenständig den Weg begehen.

Gestartet werden kann sowohl von Unterhaid als auch von Viereth aus. Der vier Kilometer lange Weg ist für Laufräder und Kinderwagen geeignet. Einkehrmöglichkeiten laden zur Rast ein, um sich für den Rückweg zu stärken oder auf die selbst organisierte Abholung zu warten. Es ist empfehlenswert, sich für den Besuch des Bierkellers in Unterhaid vorab die „Luca App“ herunterzuladen, da dadurch längere Wartezeiten für die Registrierung vermieden werden können.

Am Wegesrand bieten Infostände von 15 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich Natur und Kultur, allen voran der Fledermaus, spielerisch zu nähern. Eine detaillierte Übersicht des Weges und der Infostände gibt es unter www.flussparadies-franken.de. Es gelten die gängigen Abstandsregeln und, vor allem an den Infoständen, Maskenpflicht. Parkmöglichkeiten gibt es in Viereth am „Anger“ sowie in Unterhaid direkt an der Kellergasse, bei schönem Wetter bietet sich jedoch auch das Fahrrad an.

Mit von der Partie sind, neben dem Projektträger, dem Flussparadies Franken e.V., der Bund Naturschutz (Arbeitskreis Fledermausschutz Haßberge sowie Kreisgruppe Bamberg), das Bürgerprojekt „Weg der Menschenrechte“, JAM iso e.V. sowie jeweils eine Rangerin der Naturparke Haßberge und Steigerwald. Letzterer feiert zugleich an diesem Wochenende sein 50-jähriges Bestehen. Da die zentrale Festveranstaltung coronabedingt abgesagt werden musste, wird Landrat Johann Kalb um ca. 16:30 Uhr das Jubiläum im Rahmen der Eröffnung des Fledermausweges in Viereth würdigen.

Bereits um 15 Uhr werden der Zweite Bürgermeister Hubert Ebitsch (Viereth-Trunstadt) sowie Bürgermeister Carsten Joneitis (Oberhaid) am Bergbräukeller in Viereth kurze Begrüßungsworte an die Besuchenden richten. Kreisarchivpflegerin Barbara Spies erzählt um 16:30 Uhr Interessantes zur Geschichte des Bergbräukellers, der zudem zur eigenständigen Besichtigung bis ca. 18 Uhr geöffnet sein wird. Auf der anderen Seite des Maintals bietet Katja Winter, Rangerin des Naturparks Haßberge, ab 15 Uhr kurzweilige Fledermausführungen für Kinder in der Kellergasse in Unterhaid an, während Barbara Spies um 17:30 Uhr Wissenswertes speziell zum Fledermauskeller berichtet.