"Es war nicht nur der Wunsch, sondern ein dringender Bedarf vorhanden", sagte Bürgermeister Jakobus Kötzner. Nach vierjähriger Bauzeit wurde für den An-und Umbau des Frensdorfer Feuerwehrhauses unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Einweihung gefeiert.

Nach einem Gottesdienst in der Kirche und einem festlichen Zug segnete Pfarrer Wolfgang Schmidt die neuen Räume. Feuerwehrvorsitzender Georg Heyd, für den sich mit dem Bau ein lang gehegter Wunsch erfüllt, konnte wegen Krankheit an der Einweihung nicht teilnehmen.

Da auch der Zweite Vorsitzende erkrankt war, hieß Robert Alt aus der Vorstandschaft die Gäste willkommen.
Unter ihnen waren neben Ortsvereinen und befreundeten Feuerwehren auch Staatssekretärin Melanie Huml, Bundestagsabgeordneter Thomas Silberhorn, Landtagsabgeordneter Heinrich Rudrof und Landrat Günther Denzler (alle CSU). Sie würdigten das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren als eine Aufgabe, die der Staat nicht übernehmen könnte ohne viel Geld auszugeben. Um aber gut arbeiten zu können, brauche es eine ordentliche Ausbildung und eine gute Ausrüstung.

"Wir haben lange gekämpft, geplant und gebaut", stellte Kommandant Josef Dorsch fest. "Ich weiß das Haus bei euch in guten Händen", sagte Bürgermeister Jakubus Kötzner bei der symbolischen Schlüsselübergabe an den Kommandanten. Wer so fleißig geschafft habe, gehe auch sorgsam damit um. Rund 5300 ehrenamtliche Stunden hatten Mitglieder der Feuerwehr Frensdorf, Ober- und Untergreuth, sowie mithelfende Bürger auf der Baustelle geleistet.

Die Aufgaben der Wehren hätten sich zwar geändert, sie seien aber nicht weniger, sondern anspruchsvoller geworden, stellte der Bürgermeister, selbst aktiver Feuerwehrmann, fest. Die technische Ausstattung müsse ständig an die neuen Aufgaben angepasst werden. "Das Feuerwehrhaus wächst aber nicht automatisch mit!"

Deshalb galt es, Platz zu schaffen: Für Spinde, um die Schutzanzüge ordentlich unterzubringen. Es wurde eine Atemschutzwerkstatt und eine Werkstatt für den Gerätewart eingerichtet. Ausreichend groß, damit man noch darin arbeiten kann, ist nun auch die Fahrzeughalle. Im Dachgeschoss, bislang nur Lagerraum, wurde ein weiterer Schulungsraum und Jugendraum eingerichtet. Duschen, Parkplätze und alles was zu einem zeitgemäßen Haus gehört, steht nun der Feuerwehr zur Verfügung.

Die Kosten - ohne Baunebenkosten - betrugen 545 000 Euro. Darauf floss ein staatlicher Pauschalzuschuss von 20 000 Euro. Für die Feuerwehr seien mit dem erweiterten Haus alle Voraussetzungen für eine positive Entwicklung geschaffen, sagte der Schirmherr. Nun wünscht sich der Bürgermeister nur noch, dass viele Jugendliche und auch Neubürger den Weg zur Feuerwehr finden.