Stadt Bamberg bittet Bürger um Hilfe bei Erfassung seltener Käferarten
Autor: Redaktion
Bamberg, Dienstag, 02. Juni 2026
Bamberg zählt zu den wichtigsten Lebensräumen seltener Käfer. Bürger können Funde melden und somit den Artenschutz unterstützen.
Der Große Eichenbock, der Eremit und der Hirschkäfer zählen zu den seltensten und am stärksten gefährdeten Käferarten Europas. Alle drei Arten stehen unter strengem Schutz. Gleichzeitig gilt das Bamberger Stadtgebiet als eines ihrer bedeutendsten Vorkommensgebiete.
Deshalb werden in diesem Sommer die aktuellen Bestände der seltenen Großkäfer in Bamberg, insbesondere im Bamberger Hain, erfasst. Um die wissenschaftlichen Erhebungen zu ergänzen, bitten die Naturschutzbehörden der Regierung von Oberfranken und der Stadt Bamberg die Bevölkerung um Unterstützung.
Wer bis Ende August 2026 einen Großen Eichenbock, Eremiten oder Hirschkäfer entdeckt, kann seine Beobachtung mit Standortangabe und möglichst aussagekräftigem Foto per E-Mail an naturschutz@stadt.bamberg.de melden. Ein Fotobeleg ist wichtig, damit die Arten zuverlässig bestimmt werden können.
"Alte Bäume sind wahre Schatzkammern der Artenvielfalt. Dass mit Hirschkäfer, Eremit und Großem Eichenbock gleich drei europaweit geschützte Käferarten in Bamberg vorkommen, zeigt, wie wertvoll unsere grünen Lebensräume sind", sagt Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp.
"Mit jeder gemeldeten Sichtung helfen Bürgerinnen und Bürger dabei, mehr über die Bestände dieser faszinierenden Tiere zu erfahren und ihren Lebensraum besser zu schützen", so Glüsenkamp weiter. "Ich lade deshalb alle ein, in diesem Sommer mit offenen Augen durch den Hain und unsere Parks zu gehen - vielleicht gelingt dem ein oder der anderen ja sogar die Entdeckung eines Eremiten. Das wäre ein echter Glücksfall für den Artenschutz."
Wo die Käfer zu finden sind
Die Käfer halten sich meist an oder in der Nähe alter Bäume auf, insbesondere an Eichen. Im Bamberger Hain wurden bislang die meisten Nachweise im Bereich der Buger Spitze sowie rund um den Musikpavillon erbracht. Dort stehen zahlreiche alte Eichen, die den seltenen Arten ideale Lebensbedingungen bieten.
So lassen sich die Arten unterscheiden
Der Hirschkäfer ist vor allem durch die großen, geweihartigen Oberkiefer der Männchen bekannt. Die Weibchen besitzen diese nicht und wirken deutlich kompakter.