Durch einen 55:43 (33:27)-Sieg haben sich die Zweitliga-Korbjägerinnen der DJK Brose Bamberg am Samstagnachmittag vor 120 Zuschauern in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle gegen die Rhein-Main Baskets im zehnten Saisonspiel den siebten Sieg und damit zum Abschluss der Hinrunde den zweiten Platz gesichert. Nach einer ersten guten Phase Ende des ersten, Anfang des zweiten Viertels gelang es den Gastgeberinnen, sich in der zweiten Hälfte dank starker Verteidigung und einer blendend aufgelegten Svenja Zeis endgültig die entscheidenden Vorteile zu verschaffen.


Defizite in der Offensive

Mit 19 Zählern, sechs eingesammelten Abprallern und vier direkten Korbvorlagen avancierte die erfahrenste Spielerin im DJK-Trikot nicht nur zur gefährlichsten Offensivoption ihres Teams, sondern auch zur effektivsten Akteurin einer insgesamt punktearmen Partie. Die Unzufriedenheit mit der eigenen Angriffsleistung war es letztlich auch, die auf Bamberger Seite die Freude über den erfolgreichen Abschluss der ersten Halbserie ein wenig bremste. "Wir haben uns selbst und den Ball in vielen Situationen nicht gut bewegt und uns die Aufgabe dadurch selbst erschwert. Teilweise fehlt die Erfahrung, teilweise aber auch einfach noch die letzte Konsequenz. Es ist natürlich eine schöne Momentaufnahme und spricht für die Entwicklung, dass wir mit unserer weitestgehend jungen Truppe nach der Hinrunde auf Rang 2 liegen. Wir müssen aber weiter hart an uns arbeiten und dürfen nicht nachlassen", zielte das Resümee von Zeis auf das immer wieder aufblitzende, jedoch längst nicht voll ausgeschöpfte Potenzial der Mannschaft ab.


Starke Verteidigung

Während offensiv demnach auch im Aufeinandertreffen mit den Rhein-Main Baskets Licht und Schatten wechselten, war auf die Verteidigung der Bambergerinnen einmal mehr Verlass. Gesprächsbedarf sah das Trainergespann Ulf Schabacker und Jessica Miller in der Halbzeitpause dennoch, nachdem dessen Schützlinge trotz einer Ausbeute des Gegners von 14 Punkten in einem Viertel in der ersten Hälfte nicht immer die gewünschte Intensität an den Tag gelegt hatten. Die hätte unter Umständen bereits nach der zwischenzeitlichen 27:18-Führung und somit noch vor dem Seitenwechsel für ein klareres Bild sorgen können. Stattdessen kam wieder ein leichter Bruch ins Spiel, der die Hessinnen zu Beginn der zweiten Halbzeit zum 29:33 verkürzen ließ. Die Partie schien offen, doch es sollten für sieben lange Minuten die letzten Zähler des neuen Arbeitgebers der früheren DJKlerin Lyndi Laborn (geb. Thorman) bleiben.

Im gleichen Zeitraum gelang es den Brose-Korbjägerinnen zwar nicht, die Differenz über zwölf Punkte hinaus zu erhöhen, die Anfangsphase des Schlussviertels brachte dafür aber die Entscheidung. Als Svenja Zeis zum 50:34 traf, waren die Rhein-Main Baskets geschlagen. Die Truppe von Headcoach Peter Kortmann kämpfte wohl weiter und forderte die Gastgeberinnen bis zum Ende, ernsthaft in Gefahr sollten diese aber nicht mehr geraten. So fiel es auch nicht weiter ins Gewicht, dass Janett Perv, deren Einsatz bis Freitagabend ungewiss war, lediglich zu zwei unglücklichen Kurzeinsätzen kam, und auch die wie immer zuverlässig reboundende und verteidigende Tori Waldner offensiv kaum in Erscheinung trat.

In der letzten Begegnung des Jahres am Samstag, 17. Dezember, um 15.30 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle steht das Rückspiel gegen die SG Weiterstadt auf dem Plan. Im traditionellen Weihnachts-Heimspiel wollen die Schabacker-Schützlinge nicht nur weitere Punkte auf dem Weg zur Qualifikation für die Play-offs einfahren, sondern auch die Gelegenheit nutzen, ihren Fans, Freunden, Helfern, Partnern und Sponsoren für deren Unterstützung Danke zu sagen.
DJK Brose Bamberg: Zeis (19), Sokman (10), Förner (9), Münder (7), Furman (5), Waldner (4), Hesselbarth (1), Gese, Lohneiß, Perv / Rhein-Main Baskets: Dzirma (12), Laborn (12), N. Dietrich (9), Wotzlaw (6), P. Dietrich (3), Schlaefcke (1), Köhler, Lincoln, Weyell / SR: Lukaszyk/Glosemeier / Zuschauer: 120