Beim FCE stehen Andre Jerundow (Zehenprobleme), Felix Popp (Kreuzbandriss) und Vlad Saprykin (angeschlagen) nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Steffen Müller, der sich im Abschlusstraining eine leichte Zerrung zuzog, ist noch fraglich.
Funktionäre im Interview: "Es ist ein Derby wie Schalke gegen Dortmund"
Im Vorfeld sprachen wir mit dem Sportlichen Leiter der DJK, Holger Denzler, sowie dem Abteilungsleiter des FCE, Sascha Dorsch, über die Partie, deren Bedeutung, die Stärken des Anderen und die Ziele.
Ist das erste Derby seit längerer Zeit ein Spiel wie jedes andere oder geht es um mehr als drei Punkte?
Holger Denzler:
Die Situation, zwei Bayernligisten in einer Stadt zu haben, sorgt schon dafür, dass es kein Spiel wie jedes andere ist. Ob es um die Bestätigung der Nummer 1 geht, mag eine Rolle spielen. Es ist aber auch ein Spiel für die Anhänger beider Klubs und die Freunde des Fußballs im Spielkreis, wie es seit langem nicht mehr dagewesen ist. Ich hoffe wie jeder von uns darauf, dass uns viele Zuschauer einen würdigen Rahmen bescheren, der den Fußballern beider Teams gerecht wird. Das haben sie sich verdient. Sie kennen sich gegenseitig sehr gut und schätzen sich. Dennoch: Es wird schon brennen auf dem Platz. Aggressivität und Physis gehören zu einem richtigen, hochklassigen Derby. Es soll heiß hergehen, aber fair bleiben.
Sascha Dorsch: Es geht natürlich um mehr. Wir freuen uns drauf und sind heiß. Es ist ein Derby wie Schalke gegen Dortmund. Es ist auch für die Spieler etwas Besonderes. Schließlich gibt es viele Verflechtungen, hüben wie drüben; Spieler, die für beide Vereine aktiv waren und sind. Es soll immer fair bleiben. In der Vergangenheit führten wir viele Gespräche auf Funktionärsebene, die fruchtbar waren. Ich schätze Rudi Ziegler sehr. Mein Respekt gegenüber der DJK und den dort handelnden Personen ist riesig.
Was beeindruckt Sie am meisten am Gegner, wo sehen Sie dessen Stärken?
Holger Denzler:
Es ist dieser Weg, den sie vor drei Jahren eingeschlagen und durchgezogen haben. Zwei Aufstiege in Folge sprechen für sich. Der FCE hat es verdient, in dieser Liga zu spielen. In der Offensive ist eine sehr hohe Qualität vorhanden, mit Tobias Ulbricht und Nicolas Görtler sind sie sehr gut bestückt. Die herausragende Arbeit, vor allem von "Hutzi" als Trainer, ringt mir höchste Anerkennung ab.
Sascha Dorsch: Die DJK ist über die letzten zwei bis drei Jahre gewachsen, der Kader sehr stabil aufgestellt. Die Spieler treten als kompakte Einheit auf, sind körperlich robust und sind außergewöhnlich präsent. Hinzu kommt die Erfahrung aus fünf bis sechs Jahren. Vor allem in der Innenverteidigung und auf der "Sechs" sind sie top besetzt. Hätten wir zum Auftakt nicht gegen Karlburg, sondern gegen ein älteres, abgezockteres Team gespielt, hätten wir in der Anfangsphase 0:2 oder 0:3 zurückgelegen. Wir müssen noch in der Liga ankommen. Athletisch und physisch sind uns viele Gegner aktuell voraus, auch die DJK, weil erfahrene Granaten in ihren Reihen stehen. Spielerisch können wir sicher mithalten.
Wie lautet das sportliche Ziel in einer spielerisch starken Bayernliga?
Holger Denzler:
Unser oberstes Ziel ist wieder der Klassenerhalt. Im Hinterkopf haben wir freilich die gute vergangene Saison. Könnten wir gar Platz 8 bestätigen, wäre das eine super Sache. Das zu realisieren, wird verdammt schwer, da die Liga noch enger zusammengerückt ist. Zudem sind wir nur 17 Vereine, worüber ich nicht glücklich bin und was das Unterfangen noch schwieriger macht.
Sascha Dorsch: Neben dem internen Ziel Klassenerhalt steht vor allem die Weiterentwicklung der Spieler ganz oben. Dieser Weg ist klar und alternativlos für uns. Ich wünsche mir außerdem, dass unsere Fans beim Spiel keinen Quatsch machen.
Die Aufgebote
DJK Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Bergmann, Eckstein, Esparza, Fippl, Geyer, Haaf, Hoffmann, Hümmer, J. Jessen, Kettler, Niersberger, Pfänder, Rosiwal?, Strobler, Trawally, Wunder
FC Eintracht Bamberg: Dellermann, Oeser - Elshani, N. Görtler, P. Görtler, Heinz, Hofmann, G. Jessen, Kollmer, Linz, Müller?, Nikolaus, Nögel, Pfeiffer, Reischmann, Renner, Schmitt, Schmittschmitt, Ulbricht
Informationen für die Zuschauer
Eintritt: Die Tageskassen sind bereits ab 17.15 Uhr und damit 75 Minuten vor Spielbeginn geöffnet. Da stichprobenartige Einlasskontrollen durch Sicherheitsdienst und ggf. Polizei stattfinden, sollten Zuschauer etwas mehr Zeit einplanen. Fahnen bis zu einer Länge von einem Meter dürfen auf das Gelände mitgenommen werden. Parkplätze: Für die mit Pkw anfahrenden Zuschauer stehen Parkplätze auf zwei frisch gemähten Wiesen mit kurzen Wegen zum Sportgelände bereit. Darüber hinaus darf aufgrund der Absprache mit der Polizei Bamberg der Gehsteig außerorts in Fahrtrichtung Wildensorg zum Parken benutzt werden. Trauerflor: Am Mittwoch und drei Tage später gegen Hof wird der FCE anlässlich des Todes von Ehrenmitglied Theo Gulden mit Trauerflor spielen. red