Als die Uhr wieder lief, lief es auch bei den Gastgeberinnen: Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem kurzzeitigen Ausfall der Anzeigetafel haben die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg ihre Pflichtaufgabe gegen den TSV 1880 Wasserburg II souverän gelöst. Vor 150 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle bezwangen sie den Tabellenletzten mit 73:50 (40:23) und festigten damit ihren zweiten Rang.

13:14 hieß es nach dem ersten Angriff des zweiten Spielabschnitts und Punkten der Wasserburger Nachwuchsspielerin Manuela Scholzgart, als die elektronische Anzeige vorübergehend ihren Dienst versagte. Die daraus resultierende Unterbrechung wiederum lieferte offenbar die Initialzündung für die Mannschaft von Cheftrainer Ulf Schabacker und seiner Assistentin Jessica Miller: Angeführt von einer erneut stark spielenden Mara Münder zog sie in den darauffolgenden fünf Minuten auf 26:16 davon und lag zur Halbzeitpause bereits mit 40:23 in Front.

"Wir haben uns das schon anders vorgenommen, als es sich am Anfang dargeboten hat. Auf der einen Seite haben wir unter der Woche zwei neue Varianten in der Verteidigung probiert und heute zum ersten Mal praktisch angewendet. Die müssen erst noch in Fleisch und Blut übergehen. Auf der anderen Seite haben wir Wasserburg im ersten Viertel neun Offensivrebounds gestattet. Das hatte schon auch ein bisschen mit der Einstellung zu tun. Mit zunehmender Spieldauer war dann aber der Unterschied zwischen beiden Teams, der sich auch in der Tabelle widerspiegelt, erkennbar", zeigte sich Schabacker einverstanden mit dem Auftritt seines neunköpfigen Aufgebots.

Deutlich mehr als der zähe Beginn schmerzte eine Platzwunde am Augenlid von Janett Perv, die nur 90 Sekunden nach ihrer ersten Einwechslung unglücklich mit ihrer Gegenspielerin zusammenprallte und den Rest der ersten Hälfte aussetzen musste. Nach dem Seitenwechsel trug die Estin durch ihre trotz Handicap gewohnt energische Reboundarbeit und kompromisslose Defensive mit dazu bei, dass die Bambergerinnen das Geschehen zwar glanzlos, aber standesgemäß kontrollierten. "Wir haben unsere Intensität in der Verteidigung gesteigert. Das hat uns offensiv geholfen", brachte es Svenja Zeis nach einem Spiel, das Mitte des dritten Durchgangs beim Stande von 53:29 zu Gunsten der DJK-Damen bereits seinen Sieger gefunden hatte, auf eine einfache Formel. Die mit 15 Zählern erfolgreichste Punktesammlerin warnte allerdings auch vor Zufriedenheit: "Es wäre fahrlässig, sich auf dieser Serie von Heimsiegen auszuruhen. Nach langer Zeit sind wir jetzt wieder auswärts gefordert und da wartet, bei allem Respekt, in Bad Homburg ein anderer Gegner als heute."

Nach gut zwei Monaten und sechs Heimspielen in Serie müssen die Schabacker-Schützlinge am Sonntag wieder in der Fremde ran. Bei den Elangeni Falcons Bad Homburg geht es dann gegen einen Mitbewerber um die Play-offs. Für das ursprünglich für den 4. Februar angesetzte Heimspiel gegen die BVUK. Sharks Würzburg wird derweil aufgrund eines Lehrgangs der deutschen U16-Nationalmannschaft, an dem Julia Förner und Magdalena Landwehr sowie die Trainerin der Unterfränkinnen teilnehmen, ein Ersatztermin gesucht. red
DJK Brose Bamberg: Zeis (15), Münder (14), Förner (9), Landwehr (9), Sokman (8), Waldner (8), Furman (5), Perv (3), Lohneiß (2) / TSV 1880 Wasserburg II: Heise (14), Wood (10), Huber (5), Perner (5), Scholzgart (5), Waterloh (5), Bayerl (4), Lutz (2), Luthardt / Zuschauer: 150