Brose Bamberg ist mit einem ungefährdeten Sieg in die Basketball-Champions League gestartet. Die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers gewann am Dienstagabend beim italienischen Vertreter Fortitudo Bologna mit 100:63 (51:31) und gab nach dem enttäuschenden Pokal-Aus mit einer starken Leistung die Antwort auf die schwache Vorstellung am Sonntag gegen die Ludwigsburger. Im zweiten Spiel der Gruppe F setzte sich Pinar Karsiyaka bei Bilbao Basket mit 81:72 durch.

Champions League

Fortitudo Bologna - Brose Bamberg 63:100

(18:26, 13:25, 16:26, 16:23 ) Die Gäste kamen gut in die Partie, spielten offensiv variabel und punkteten sowohl aus der Distanz als auch unter dem Korb. Bolognas Coach Romeo Sacchetti sah sich nach einem 7:14-Rückstand (5.) zu einer Auszeit gezwungen, die auch wirkte. Sein Team kam mit einem 7:0-Lauf zum Ausgleich. Die Bamberger ließen sich davon aber nicht beeindrucken, sondern antworteten mit neun Punkten in Folge.

Die Gäste bekamen ihren Gegner, der mit Matteo Fantinelli, TreShawn Fletcher und Ethan Happ auf drei Spieler verzichten musste, immer besser in den Griff. Nach 13 Minuten betrug ihr Vorsprung bereits zehn Punkte. Begünstigt von neun Ballverlusten der harmlosen Italiener bauten die Oberfranken ihre Führung schnell auf 20 Punkte aus. Der stark formverbesserte Aufbauspieler Tyler Larson hatte bereits zur Pause (31:51) 15 Punkte und vier seiner insgesamt achts Assists auf dem Konto. Von acht Würfen hatte er sechs getroffen.

Nach der Pause versuchte der Tabellenletzte der italienischen Liga mit einer Zonenverteidigung, die gegnerische Offensive zu stoppen, doch davon ließ sich der Gast nicht beeindrucken. Die Bamberger, die auf 29 Assists und eine Trefferquote von 60 Prozent kamen, ließen den Ball gut laufen und fanden immer wieder einen frei stehenden Mitspieler. Sie punkteten nach Belieben und gingen mit einem 30-Punkte-Vorsprung (77:47) ins letzte Viertel. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt bereits längst entschieden. Im Schlussabschnitt konnten die enttäuschenden Italiener gegen weiterhin hoch konzentrierte Bamberger nicht einmal Ergebniskosmetik betreiben. Larson machte fünf Sekunden vor Spielende an der Freiwurflinie den "Hunderter" perfekt.

Vor der Partie in Bologna hatte Brose Bamberg die Trennung von Gerry Blakes bekanntgegeben. Der Vertrag mit dem US-Amerikaner, der schon seit Anfang Oktober nicht mehr im Kader stand, sei einvernehmlich aufgelöst worden.

Die Statistik

Bologna: Mancinelli (17 Punkte/2 Dreier), Banks (14/1), Palumbo (10/2), Withers (8), Tote (6), Sabatini (4), Simon (2), Aradori (2), Dellosto, Fantinelli Bamberg: Larson (23/2), Lockhart (19/5), Vitali (17/4), Fieler (16/1), Sengfelder (8), Kravish (8), Ogbe (4), Hundt (3/1), Lasisi (2), Odiase

Spieler des Spiels

Dominic Lockhart erwischte einen Sahnetag. Der Ex-Göttinger kam auf 19 Punkte und blieb ohne Fehlwurf. Er versenkte fünf Dreier und einen Wurf aus dem Zweierbereich. An der Freiwurflinie war er zweimal erfolgreich. Zudem gab der 26-Jährige fünf Assists und hatte zwei Ballgewinne zu Buche stehen.