Setzt sich die Serie von Panathinaikos Athen fort, feiert Brose Bamberg am Donnerstag (20.15 Uhr) im Olympic Sports Center einen Sieg. Das größte Problem des griechischen Starensembles ist derzeit die Konstanz: In den letzten sechs Partien gab es in schöner Regelmäßigkeit abwechselnd Siege und Niederlagen. Zuletzt sicherte sich die Mannschaft von Trainer Xavi Pascual in einem umkämpften Spiel bei Galatasaray Istanbul einen 84:79-Erfolg und untermauerte damit den sechsten Tabellenplatz in der Königsklasse.
Ein ausgeglichenes Punktekonto ist in der 16er-Liga wohl erforderlich, um am Ende mindestens den achten Platz und damit die Play-offs zu erreichen. Dazu fehlen den heimstarken "Grünen" (Bilanz 12:9) nur noch drei Siege, während die auf Platz 11 rangierenden Bamberger (8:13) aus den verbleibenden neun Partien noch sieben Erfolge holen müssten, um nach der Hauptrunde noch dabei zu sein. Ein Sieg in Athen und gleichzeitige Niederlagen der Mitkonkurrenten Zalgiris Kaunas (9:12) sowie Darussafaka und Efes Istanbul (beide 10:11) würden dem Brose-Team enorm weiterhelfen.


Geduldig auf Chance warten

Ein Erfolg ist dem deutschen Meister durchaus zuzutrauen, nachdem das Brose-Team in der vergangenen Woche beim 90:75-Heimsieg gegen Maccabi Tel Aviv nach Ansicht von Trainer Andrea Trinchieri seine "Reifeprüfung bestanden" hat. Die Bamberger präsentierten sich geduldig, warteten auf ihre Chance, schlugen im dritten Viertel (25:10) eiskalt zu und ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.
Das war vor dreieinhalb Monaten im Hinspiel gegen Pana-thinaikos noch anders: In den letzten drei Minuten verspielten die Gastgeber eine Zehn-Punkte-Führung und mussten sich hauchdünn mit 83:84 geschlagen geben. Der letzte Wurf von Darius Miller war zwar gut herausgespielt, verfehlte aber sein Ziel.
"Panathinaikos hat eine starke Mannschaft. Vor allem in heimischer Halle ist es sehr schwer, gegen sie zu bestehen. Sie haben einen tiefen, ausgeglichenen Kader. Jeder Spieler kann punkten. Wir müssen es schaffen, bis zum Ende dranzubleiben. Das heißt, dass wir die gesamte Partie über an unser Limit gehen müssen. Wichtig ist, dass wir unser Spiel spielen. Am Ende schauen wir dann auf die Anzeigetafel und werden sehen, ob es gereicht hat", weiß Trinchieri, dass es an einem guten Tag durchaus zum ersten Sieg im vierten Anlauf im Olympic Sports Center reichen kann.
Für Neuzugang Jerel
McNeal, der sich im Bamberger System immer besser zurechtfindet, ist es vor allem wichtig, "dass wir der Intensität, die die Athener vor heimischem Publikum an den Tag legen, von Anfang an begegnen".


PAO traf zuletzt 16 Dreier

Entschieden wird die Partie eventuell an der Dreierlinie: PAO verbuchte zuletzt bei Galatasaray 16 Treffer aus der Distanz, wobei sich James Feldeine (5 von 6) hervortat. Aber auch Chris Singleton (3), Nick Calathes (2), der in Bamberg die entscheidenden Punkte erzielt hatte, der Ex-Bayer K.C. Rivers (2), Topscorer Mike James (2), Demetris Nichols und Kenny Gabriel (je 1) trafen von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Auf Bamberger Seite überzeugten in erster Linie "Mr. 100 Prozent" Janis Strelnieks (5 von 5) und Maodo Lo (3 von 4) beim Heimsieg über Tel Aviv.
In der griechischen 14er-Liga liegt Panathinaikos punktgleich mit dem Erzrivalen Olympiakos auf dem zweiten Platz. Ebenso wie für die Bamberger in der Bundesliga gab es bisher erst eine Niederlage. Zuletzt verbuchten der sechsmalige Euroleague-Champion beim Tabellenelften Koroivos einen 76:55-Erfolg, wobei Neuzugang Alessandro Gentile mit zwölf Punkten der beste Werfer war.