Was das Interesse für Spielwaren angeht, kann mit Nürnberg weltweit niemand mithalten. New York, Hong Kong - schön und gut. Auch dort gibt es gefragte Messen. Aber die Spielwarenmesse in Franken ist und bleibt die größte. Zum 68. Mal öffnet sie heute ihre Hallentore und benötigt an Ausstellungsfläche nahezu das gesamte Messegelände im Süden der Stadt.

2871 Aussteller haben sich angemeldet - so viele wie noch nie. Sie kommen aus 63 Ländern und erhoffen sich, bei den mehr als 70 000 erwarteten Fachbesuchern einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, um später mit dem einen oder anderen ins Geschäft zu kommen.

Unter den Ausstellern sind auch eine ganze Reihe von Firmen aus der Region, die den kurzen Weg nach Nürnberg für eine Messeteilnahme nutzen. Einige von ihnen und ihre Neuheiten haben wir auf dieser Seite aufgeführt.
Einen Schwerpunkt, was die Unternehmen der Spielwarenbranche angeht, bildet der Landkreis Coburg. Hier hat die Spielzeugherstellung Tradition.


Haba aus Bad Rodach: Kleine Freunde aus Franken

Einer der ganz großen deutschen Hersteller von Spielwaren kommt aus Bad Rodach (Landkreis Coburg). Die Habermaaß GmbH, am Markt vor allem mit dem Namen Haba, beschäftigt dort rund 2000 Mitarbeiter. Sie produziert seit 1938 in Franken. Die Produktpalette reicht von Holz- und Textilspielzeug über Brett- und Kartenspiele bis hin zu Möbeln. Schwerpunkt der Produktion sind Holzspielwaren. Auf der Messe stoßen die Besucher unter anderem auf die "Little Friends", biegbare Püppchen aus Kunststoff, um den Alltag nachzuspielen.


Howa aus Neustadt bei Coburg: Das Leben ist eine Baustelle

Holzspielzeug ist das Geschäft der Firma Howa in Neustadt bei Coburg, die dort seit 2003 ihren Sitz hat und seit 1995 besteht. Auf der Spielwarenmesse präsentiert das Unternehmen unter anderem seine neue Serie mit Baustellenfahrzeugen. Sie trägt den Namen "Road Works". Die Howa-Baustellenfahrzeuge sind aus massivem Hartholz mit kindersicherer, orangefarbener Lackierung. Bagger, Radlader, Dampfwalze, Kipplaster und Autokran rollen auf profilierten Gummireifen und seien extrem stabil, heißt es bei Howa.


Roba aus Ebersdorf: Kauf' was!

Wenn es um Baby- und Kindersachen geht, hat die Firma Roba aus Ebersdorf (Landkreis Coburg) neben Spielwaren auch Möbel, Textilien und anderes Babyzubehör im Sortiment. 1927 von Robert Baumann in Ebersdorf gegründet, beschäftigt das Unternehmen heute dort rund 100 Mitarbeiter. Die größere Zahl an Roba-Beschäftigten arbeitet freilich in den Produktionswerken in Ungarn und China. Auf der Messe, an der Roba 1957 zum ersten Mal teilnahm, zeigt die Firma unter anderem ihren Kaufladen Candyshop mit Zubehör - diesmal erstmals in Weiß.


Teddy Hermann aus Hirschaid: Kuschelpartner

Neben unzähligen Bären hat die Firma Teddy Hermann auch andere Tiere in ihrem Sortiment. Neu zur Spielwarenmesse präsentiert das 1912 gegründete Unternehmen mit Sitz in Hirschaid (Landkreis Bamberg) einen Papageientaucher, 23 Zentimeter groß und aus extraweichem Plüsch. Der Vogel kann eigenständig sitzen und ist für Kinder ab drei Jahren zum Kuscheln geeignet. Teddy Hermann beschäftigt aktuell rund 40 Mitarbeiter. Am Standort werden in Handarbeit hochwertige Sammlerbären gefertigt. Auf der Spielwarenmesse ist die Firma seit 1949 jährlich vertreten.


Rolly Toys aus Neustadt bei Coburg: Mein eigener Traktor

Diese Fahrzeuge lassen Kinderherzen höher schlagen. Unter dem Markennamen Rolly Toys produziert die Franz Schneider GmbH & Co. KG in Neustadt bei Coburg Spielzeug-Traktoren, -Unimogs und andere Kinderfahrzeuge. Das Besondere: Das Familienunternehmen, das es seit 1938 gibt, konstruiert und produziert vor Ort, mit eigenem Werkzeugbau, made in Germany. Es wird in dritter Generation von Frank Schneider geführt und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter. Neuheit auf der Messe ist der Deutz-Fahr Agroton 7250 TTV Warrior.


Heunec aus Neustadt bei Coburg: Schmusekätzchen

Ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, das ist das Motto der bunten Kätzchen aus dem Hause Heunec, die heuer die Besucher der Spielwarenmesse in Nürnberg erwarten. Die Firma hat ihren Sitz in der Puppenstadt Neustadt bei Coburg. Mit 32 Mitarbeitern und einer Jahresproduktion von ungefähr zwei Millionen Plüschtieren zählt das Unternehmen zu den zehn großen deutschen Firmen im traditionellen Spielwarenhandel. Maßgebend für den Erfolg ist nach Heunec-Angaben das Preis-Leistungsverhältnis. In jedem dritten deutschen Kinderzimmer werde bereits mit einem Plüschtier der Firma geknuddelt.


Zapf Creation aus Rödental: Baby Born mit Helm

Sein 85-jähriges Bestehen feiert in diesem Jahr das Unternehmen Zapf Creation in Rödental (Landkreis Coburg). Der Hersteller von Spiel- und Funktionspuppen beschäftigt aktuell rund 60 Mitarbeiter. Weltweiten Erfolg bringt seit 1991 die Puppe Baby Born. Der Umsatzbringer war nach Firmenangaben die erste Puppe mit "menschlichen" Funktionen. Zapf vertreibt sein Mädchenspielzeug in mehr als 65 Ländern. Auf der Messe präsentiert das Unternehmen unter anderem die neue Serie Baby Born Play & Fun Bike mit Fahrrad, Helm und passender Kleidung.