B22/B505: Sperrung bei Bamberg nervt Autofahrer – wann enden Bauarbeiten?
Autor: Ralf Welz
Strullendorf, Mittwoch, 28. Oktober 2026
Die B22 von Strullendorf nach Bamberg ist seit fast anderthalb Jahren gesperrt. Die Bauarbeiten strapazieren die Geduld der Autofahrer. Wann rollt der Verkehr wieder ohne Umleitungen?
Wer im Raum Bamberg mit dem Auto unterwegs ist, muss bereits seit Längerem deutliche Einschränkungen in Kauf nehmen: Vor fast anderthalb Jahren wurde die B22-Brücke über die B505 bei Strullendorf gesperrt. Weil die Schäden zu groß waren, war eine Sanierung nicht mehr möglich. In der Folge wurde das Bauwerk im Dezember 2025 abgerissen. Als Übergangslösung entstand eine Rampe mit Linksabbiegespur. Diese wurde Ende April dieses Jahres für den Verkehr von Bamberg nach Strullendorf freigegeben. Die Gegenrichtung bleibt bis zur Freigabe des Brückenneubaus allerdings gesperrt – der dortige Verkehr wird entsprechend umgeleitet.
Mitte Juni 2026 begann das Staatliche Bauamt Bamberg mit den Vorarbeiten für den Ersatzneubau. Zunächst wurden Fahrbahnen im Bereich der B505 verbreitert und verschwenkt, um Platz für die neuen Brückenpfeiler zu schaffen und den Verkehr während der Bauzeit aufrechtzuerhalten. Danach folgen Gründungs- und Stahlbetonarbeiten.
inFranken.de hat beim Baumat nachgefragt, wie die Bauarbeiten voranschreiten und für wann die Fertigstellung des aufwendigen Bauprojekts vorgesehen ist.
Ersatzneubau der B22-Brücke über die B505 bei Strullendorf: Bauamt schildert Baufortschritt
Seit knapp drei Monaten laufen die Arbeiten für den Neubau der Brücke im Verlauf der Bundesstraße 22 zwischen Bamberg und Strullendorf. "Derzeit konzentrieren sich die Bauarbeiten auf die Gründung der beiden Widerlager und der künftigen Brückenpfeiler", berichtet Sabrina Valenta, Pressesprecherin des Staatlichen Bauamts Bamberg, unserer Redaktion am Mittwoch (28. Oktober 2026).
Die Gründungsarbeiten sollen noch in dieser Woche an allen Stützenstandorten abgeschlossen werden. Laut Angaben der Sprecherin gehören dazu umfangreiche Arbeiten im Untergrund, bodenverbessernde Maßnahmen und weitere Tiefbauarbeiten. Sie schaffen die notwendige Grundlage für einen dauerhaft standsicheren Brückenneubau.
Parallel dazu hat bereits die Herstellung der sogenannten Unterbauten begonnen. "Hierzu zählen die Widerlager an den beiden Brückenenden sowie die Pfeiler, auf denen später der Brückenüberbau aufliegt", schildert Valenta. Aktuell werden die Schalungen für die Widerlager aufgebaut. An den Standorten der künftigen Brückenpfeiler kommen runde Holzschalungen zum Einsatz, die dem Beton beim Gießen seine vorgesehene Form geben. "Zudem wird derzeit die Stahlbewehrung in die Pfeiler eingebaut. Sie sorgt später für die erforderliche Stabilität der Stahlbetonbauteile", erklärt die Sprecherin.
B22/B505: Brückenneubau vor drei Monaten gestartet – das ist der weitere Zeitplan
Und wie lautet der weitere Zeitplan? Bis zum Jahreswechsel sollen die Stahlbetonwiderlager und die Brückenpfeiler einschließlich ihrer Fundamente fertiggestellt sein. Im ersten Quartal 2027 ist anschließend die Anlieferung und Montage der Stahlteile für den Brückenüberbau vorgesehen. "Der Baufortschritt ist grundsätzlich von den Witterungsverhältnissen abhängig", hält Valenta fest.
Nicht alle Arbeiten seien von außen unmittelbar zu erkennen: Viele wichtige Arbeitsschritte fänden im Untergrund oder innerhalb der Schalungen statt. Hinzu kämen notwendige Aushärtungs- und Setzungszeiten. Auch der fachgerechte Einbau der Stahlbewehrung werde während der Arbeiten regelmäßig kontrolliert. "Zeitweise ist deshalb auf der Baustelle nur wenig sichtbare Aktivität festzustellen, obwohl die Bauarbeiten planmäßig weiterlaufen", konstatiert die Pressesprecherin des Bauamts.