Druckartikel: Sonderausstellung zur Alten Hofhaltung in Bamberg eröffnet

Sonderausstellung zur Alten Hofhaltung in Bamberg eröffnet


Autor: Redaktion

Bamberg, Freitag, 27. März 2026

Die Sonderausstellung "Mauern der Macht" zeigt die wechselhafte Geschichte der Alten Hofhaltung in Bamberg. Besucher erwarten unter anderem interaktive Stationen und ein vielseitiges Rahmenprogramm.
Eröffneten die Ausstellung „Mauern der Macht. Die Alte Hofhaltung Bamberg“ im Historischen Museum Bamberg (v.l.): Dr. Fabian Ludovico, Kuratorin Auri Tusa und Bürgermeister Wolfgang Metzner.


Als Schauplatz Bamberger Stadtgeschichte steht die Alte Hofhaltung seit über eintausend Jahren auf dem Domberg. Wo sich heute das Historische Museum Bamberg befindet, verweilten einst Kaiser und Kaiserinnen, Bischöfe und Adelige, umgeben von ihrem Hofstaat sowie Handwerkerinnen, Handwerkern und Bediensteten. Seit diesem Wochenende präsentieren die Museen der Stadt Bamberg die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Kaiser- und Bischofspfalz in der Sonderausstellung "Mauern der Macht. Die Alte Hofhaltung Bamberg" im Historischen Museum. Gleichzeitig sind nun auch wieder die kostbaren Sammlungen der Welterbestadt in den verschiedenen Dauerausstellungen zu sehen. Dazu zählen unter anderem "Bilderspaziergang", "Eine neue Zeit bricht an", "Jüdisches in Bamberg" und eine Studioausstellung von Sammlungs-Highlights des Historischen Vereins Bamberg.

Eröffnet wurde die Schau rund um die Alte Hofhaltung am Donnerstag, 26. März 2026, von Bambergs Drittem Bürgermeister Wolfgang Metzner, in Vertretung von Oberbürgermeister Andreas Starke, gemeinsam mit Dr. Fabian Ludovico, Direktor der Museen der Stadt Bamberg sowie Auri Tusa, Wissenschaftliche Volontärin und Kuratorin der Ausstellung. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Maria Rita Randazzo und Donatello Giorgi.

Bürgermeister Metzner dankt allen Beteiligten

Bürgermeister Metzners Dank galt insbesondere der Kuratorin für ihre engagierte und fundierte Arbeit sowie dem gesamten Museumsteam und den Gestalterinnen und Gestaltern. "Ich weiß, dass da sehr viel Herzblut bei allen dahintersteckt. Besonders freut mich, dass die Ausstellung durch interaktive Mitmachstationen und ein vielseitiges Rahmenprogramm ergänzt wird", so Metzner. Ebenso dankte er der Oberfrankenstiftung für ihre großzügige Förderung der Ausstellung, der er ein großes Publikumsinteresse und den verdienten Erfolg wünschte.

Diesem Dank schloss sich Dr. Fabian Ludovico an: "Es war schon immer so, dass wir ohne diese Unterstützung keines unserer größeren Projekte hätten umsetzen können. In Zeiten knapper Kassen und klammer Haushalte gilt das jedoch verstärkt und es sei erwähnt, dass nicht alle Kultureinrichtung in dem Maße auf eine Förderstruktur zurückgreifen können, wie wir das hier in Oberfranken können." Und für die Kultur gelte dasselbe, wie für die Demokratie, so Ludovico weiter, "Ist die einmal weg, bekommt man sie nur schwer wieder zurück."

Ebenso wie Ludovico ging Kuratorin Auri Tusa in ihrem Grußwort ausführlich auf die Bau- und Nutzungsgeschichte dieses historischen Ortes ein, was nun auch die neue Ausstellung erlebbar macht. In diesem Zusammenhang galt ihr besonderer Dank Dr. Hildegard Sahler vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege für ihre Unterstützung.

Viele Spuren in den Mauern

Ob kaiserlicher Aufenthaltsort, Residenz und Verwaltungszentrum der Bamberger Bischöfe oder Quartier bayerischer Soldatenregimenter – jede Funktion und Epoche hat Spuren in den Mauern der Alten Hofhaltung hinterlassen. Sie erzählt vom Alltag in der Pfalz ebenso wie von großen Festen und politischen Ereignissen, die Bamberg geprägt und erschüttert haben. Die Reise geht durch Jahrhunderte voller Ereignisse, mit Hoftagen und Machtkonflikten, Kriegen und zahlreichen Umbauphasen.

Thematisiert werden auch Einzelschicksale, die sich in diesen Mauern abgespielt haben wie der Mord an König Philipp von Schwaben und die Hinrichtung des Kanzlers Georg Haan. Auch die jüngere Geschichte wird nicht vergessen, mit einem Blick auf die jüngste Forschung und die Alte Hofhaltung als Kulturort und Tourismusziel.

Ort der lebendigen Gegenwart

"Es war uns aber auch wichtig, in der Ausstellung nicht nur die ferne Vergangenheit zu zeigen, sondern auch die lebendige Gegenwart", erläutert Kuratorin Tusa. "Im Sommer dürfen wir uns wieder auf die Calderón-Festspiele, spannende Veranstaltungen und ganz bestimmt viele Hochzeiten freuen." Und vielleicht ist genau das das Besondere an diesem Ort: Dass sich hier große Geschichte und ganz persönliche Geschichten überlagern.

Präsentiert werden zahlreiche Objekte aus den Sammlungen der Museen der Stadt Bamberg. Kunstwerke zeigen die Bauentwicklung der Alten Hofhaltung, ergänzt durch Medienstationen, 3D-Modelle und historische Fotografien. Archäologische Funde vom Domberg und der Alten Hofhaltung bieten einen Einblick in die Geschichte jenes Ortes, an dem die Geschichte der Stadt begonnen hat.

Ergänzt wird das Angebot durch interaktive Mitmachstationen und Medienstationen. Ein vielseitiges Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung und ermöglicht einen vertieften Einblick in die Geschichte der Alten Hofhaltung. Führungen durch sonst geschlossene Räume bieten einen seltenen Blick hinter die Kulissen.

Weitere Informationen unter www.museum.bamberg.de

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.