Die "Fridays for Future-Demo" ist am Freitag auch in Bamberg geplant. Zwei Brüder haben sie mitorganisiert. Mehrere Hundert Schüler wollen teilnehmen.
Am Freitag soll auch in Bamberg die erste Fridays for Future-Demo stattfinden. Dabei schwänzen Schüler die Schule, die dem Klimawandel mit ihrer Demo den Kampf ansagen wollen.
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Das Ergebnis von gerade mal einer Woche Planung ist mehr als beachtlich: Mehrere Hundert Schüler befinden sich in den Whatsapp-Gruppen von Noah Kettner (20) und seinem Bruder Ruben (17). Gemeinsam mit ihrem Team haben sie für den Freitagvormittag, 1. Februar, um 10 Uhr - quasi nach der zweiten Stunde - eine Demo angemeldet, die in den vergangenen Wochen in Deutschland und auch weit darüber hinaus Schule gemacht hat: Die Fridays for future-Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, dem Klimawandel den Kampf anzusagen und die Politik zum Handeln zu bewegen.
Fridays for Future: Bundesweite Aktion
In der Bundesrepublik machen in 114 Städten vor allem junge Menschen mit. Ein Name, der in diesem Zusammenhang immer fällt: Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin begann vergangenes Jahr mit Schulstreiks an Freitagen und las den Delegierten auf der Klimakonferenz 2018 in Kattowitz die Leviten für die aus ihrer Sicht zu zögerliche Klimapolitik, welche das 1,5-Grad-Ziel verfehlt. Und damit der jungen Generation und der Tierwelt ihre Zukunft raube.
"Ich denke, Greta war der Funke im Stroh, der das Feuer entfacht hat", findet Ruben, der an der FOS sein Abitur ablegt. Massenaktionen im Jahr 2018 wie beispielsweise die Demonstrationen gegen die Rodung des Hambacher Forstes oder die Besetzung eines Braunkohletagebaus, in Aktivistenkreisen als "Ende Gelände" bekannt, hätten das unterschwellige Thema Klimaschutz und Kohleausstieg nach oben gespült, ergänzt sein Bruder.
Mediale Aufmerksamkeit
Darüber hinaus haben die jungen Leute mit der Fridays for Future-Bewegung in der Breite eine Stimme gefunden. "Ich erlebe das als enorm spannende Zeit!", betont Ruben. Zudem werde durch diese Art des Engagements der gängige Vorwurf entkräftet, "dass sich die Jugendlichen nicht mehr für Politik interessieren würden." Von der fünften Klasse bis zur Oberstufe werde über die Demo oft gesprochen. Die Tatsache, dass die Bewegung als Schulstreiks gesehen werden, schaffe noch mehr mediale Aufmerksamkeit für das Anliegen, erklärt Noah, der am Kaiser-Heinrich-Gymnasium sein Abitur machen wird. Dass noch die Möglichkeit bestehe, den Trend umzudrehen, bevor es zu spät ist, zeige die Welle der Unterstützung: Schüler aller Bamberger Gymnasien, beider Realschulen, der Fachoberschule sowie der Montessori-Schule sind Teil davon. Auch aus Haßfurt, Hirschaid und Scheßlitz wollen Schüler dazustoßen.
"Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass die Schüler sich einbringen wollen, weil ihnen das Thema förmlich auf den Nägeln brennt", meint Markus Knebel, Direktor des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums. An den sieben Gymnasien in Bamberg überlegt man sich derweil gemeinsam, wie mit der Situation richtig umgegangen werden kann. "Wir dürfen die Schüler natürlich nicht automatisch vom Unterricht befreien, wenn sie zur Demonstration wollen", erläutert Knebel das Vorgehen. Schulpflicht ist nun mal Schulpflicht.
Es gebe aber trotzdem Möglichkeiten auf genehmigtem Weg teilzunehmen: Wenn Schüler bei der Demo am Freitag dabei sein wollen, dann müssen sie nicht nur einen von den Eltern unterschriebenen Antrag auf Befreiung vom Unterricht mitbringen: "Zusätzlich wollen wir an unserer Schule, dass jeder Schüler einen einseitigen Aufsatz dazu abgibt, der erklärt warum er zur Demo gehen will und weshalb er sich für den Klimaschutz engagieren will." Dazu sollen sie begründen, was sie selbst persönlich dazu beitragen können, um was Gutes fürs Klima zu tun. Allerdings gilt diese Regelung ab der 10. Klasse.
nun lieber ruben, lieber noah man könnte auch sagen, strengt euch mal an, leistet etwas und werdet trocken hinter den ohren, in 20 jahren sehen wir uns wieder, bis dorthin viel glück und nie übernehmen, also wie der schuster, der bei seinen leisten bleiben soll, na ja ihr versteht schon, seid ja auf dem weg zum abitur
Ihr Hausfrauensarkasmus in allen Ehren, aber wer soll denn das Verhalten grundlegend ändern? Die "Alten" (für die alles über 30), deren Persönlichkeit allzu oft untrennbar mit ihren sinnlos übermotorisierten und um ein Mehrfaches zu großen Blechkarren verwoben ist? Diejenigen von uns "Leistenden", zu denen Sie sich zweifelsohne auch zählen, in welchem Umfang auch immer, die bewusst auf so ein Drecks-SUV, ein Pseudo-Rennauto oder gar komplett auf eine Auto verzichten, sind zu wenige, um einen signifikanten Einfluss zu haben. Man kann ja froh sein, dass offensichtlich nicht alle der im Van oder SUV groß gewordenen Kinder diese für unverzichtbar halten.
Vielleicht ändert sich deren Einstellung hinsichtlich Konsum und Reisen ja signifikant. Ich muss mir auch an die eigene Nase fassen, weil ich halt auch zu den "bekloppten Alten" gehöre, die, bevor sie zum Überlegen kommen, viel zu schnell in einem Flieger zu bunten Korallen oder alten Steinen hocken. Man ist auf die eine oder andere Weise korrumpiert, der Verzicht fällt schwer, das ist aber noch lange kein Grund zu spotten, ganz im Gegenteil. Ich wünsche denen, dass ihnen diese Wende gelingt.
na ja mit SUV, VAN gar rennauto kann ich nicht mitreden, flugreisen hab ich, aber die hat mir helmut schmidt aufs auge gedrückt ohne zu fragen, die waren weit aber nicht so besonders schön
... und in den Ferien fliege ich mit meiner Familie nach Barbados, da habe ich auch keine Zeit
...ja und nach dem ABI, was heute schon fast jeder Zweite erlangen kann, mache ich erst mal ein Jahr Pause und jobbe durch Australien, Neuseeland und USA. Dazwischen erhole ich mich beim Schnorcheln auf Mauritius.