Zum fünften Mal gab der 1. Motor-Club Sassanfahrt auf der Showbühne Gas: In zwei "Wertungsläufen" zeigten die Clubmitglieder, dass es jenseits von Knöpfen, Tasten und elektronischem Spielzeug noch eine Welt aus Musik, Tanz, Rhythmus, Akrobatik, Anmut, Disziplin und Eleganz gibt. Und dass man darin eine tolle Figur machen kann. Im zwei Mal voll besetzten Saal der Hirschaider Jahnhalle ergötzte sich das Publikum an den gut vierstündigen Darbietungen, tanzte Polonaise und ließ eine Stimmungsrakete nach der anderen steigen.

"Richtig viel Spaß hat's gemacht!", so der einhellige Tenor. Regisseur Dirk Hirsch, der auch als Entertainer Beifall verdiente, hatte ein überzeugendes Showprogramm aus den "Eigengewächsen" des Vereins auf die Beine gestellt und erntete dafür volle Anerkennung.

130 Aktive umfasst die erst vor fünf Jahren gegründete Tanzsportabteilung des MCS - und die kann sich sehen lassen.

In immer neuen Kostümen und mit dem Alter der Akteure anspruchsvoller werdenden Choreographien tanzten bezaubernde Grazien ab vier Jahren zu einem Musikprogramm zwischen Evergreen und Hip-Hop.
Da kam "mein Papa, der Clown" ebenso vor wie fetzige Alpendisco-Musik aus dem Après Ski-Repertoire von Menschen auf der Überholspur. Die "Wilden Wichtel", "No Limits" und "Maniacs", "Crazy Mamas", die "Krümelkekse" und "Lollipops", "Freche Früchte" sowie ein Männerballet ("Die 6 Tenors") bildeten ein kunterbuntes Kaleidoskop von niedlichem Kinderreigen bis anspruchsvoller Darklight-Show.

Was passiert, wenn die Eltern ihren Töchtern eine sturmfreie Bude überlassen, das verrieten Maia Lerch und Pia Kropp. Adelheid Rattel schlüpfte mit Jürgen-Drews-Stimmungsliedern in die Rolle des Königs von Mallorca.
Dirk Hirsch und Katharina Wagner "wollten schnellstens auseinandergeh'n". Und als die Mamas in ihrer Geschichte von "Süsslfor" die Besiedlung durch die Sachsen mit einem Trabbi illustrierten und niemand widersprach, dass "miä Frangn an subbä Dialeggd homm", da nahm die lustige Spritztour richtig Fahrt auf.

Sogar eine Hygienepause mit lächerlichem Macho-Gehabe blieb dem Publikum nicht erspart. Zwischen dem hawaiianischen "Aloha Hej" und dem Ballermann von Mallorca düste das Bühnengeschehen gewissermaßen rund um die Welt. Narren, so scheint es, gibt es überall - zumindest in der fünften Jahreszeit.