Über 3,2 Millionen Menschen haben das von Bambergern gesungene "Bella Ciao" als Aufruf zur Solidarität in der Corona-Pandemie inzwischen in den sozialen Medien geteilt. Jetzt, vier Monate später, hat sich eine Gruppe von Radlern von Bergamo in Italien aufgemacht und ist Dienstagabend in Bamberg angekommen.

Für Bambergs Bürgermeister Wolfgang Metzner sind beide Aktionen ein starkes Zeichen der Solidarität beider Staaten miteinander: "Ich glaube, dass die letzten Monate gezeigt haben, dass wir so eine Situation wie die Pandemie meistern können, wenn wir in Europa zusammenhelfen."

Solidarität in Corona-Krise: Italiener bedanken sich in Bamberg für Bella Ciao

Im März hatten sich die Menschen der Anna-Maria-Junius-Straße in Bamberg getroffen, um das Lied "Bella Ciao" zu singen, um den Menschen in Italien zumindest moralisch beizustehen. Das Land war zu dieser Zeit schwer von der Pandemie betroffen.

Fulvio Lurasci, einer der beiden Fahrradfahrer, bedankt sich bei den Bambergern für das große Signal der Nähe und Verbundenheit.

Für die Männer aus Italien geht die Reise nun noch weiter nach Leipzig. Dort wollen sie einem Krankenhaus und den Ärzten danken. Während der Hochphase der Krise wurden dort acht Patienten aus Bergamo versorgt.