Dritter Baustellen-Termin in dieser Woche: Nach dem Brauereimaschinenhersteller Kaspar Schulz, der an der Coburger Straße erweitert, und der Universität, die in der Innenstadt einen weiteren Neubau plant, hat am Mittwoch das Porsche Zentrum Bamberg mit einem Spatenstich den Startschuss für den Ausbau seiner Werkstatt und der Neugestaltung der Fassade gegeben.

In der um 400 Quadratmeter erweiterten Werkstatt werden ab September 2013 an sechs zusätzlichen Bühnen- und Diagnoseplätzen fünf neue Mitarbeiter tätig sein, so dass die Zahl der Belegschaft auf 38 wachsen wird. Gleichzeitig erhält die Glasfassade des Ausstellungsgebäudes eine Aluminiumverkleidung, um damit dem vom Konzern vorgegebenen Erscheinungsbild zu entsprechen.

Großinvestition in Nürnberg


Während die Baukosten in Bamberg rund eine Million Euro betragen, wird Michael Eidenmüller, Chef des Autohauses Scholz, in Nürnberg für 13 Millionen Euro ein komplett neues Porsche Zentrum bauen. Seine aus Stuttgart angereisten Gäste - Klaus Zellmer, Geschäftsführer der Porsche Deutschland GmbH, und Vertriebsleiter Alireza Gordi - machten sich deshalb gestern im Anschluss an den Spatenstich auf den Weg nach Nürnberg, um das dortige Bauvorhaben vorzustellen.

Oberbürgermeister Andreas Starke lobte den Unternehmergeist der Familie Eidenmüller und freute sich, dass die Bamberger "Autocity" rund um die Kärntenstraße, wo viele Autohäuser konzentriert sind, ein Magnet für Kunden aus einem weiten Umkreis geworden ist. Das Prädikat "Autostadt" verdiene sich Bamberg aber natürlich vor allem durch den großen Automobilzulieferer Bosch und durch die Ansiedlung von Brose. Starke kündigte an, dass der Spatenstich für Brose im Frühsommer 2013 erfolgen werde.

Firmenchef Michael Eidenmüller erläuterte die Gründe, die eine Werkstatt-Erweiterung notwendig machen: Als vor elf Jahren das Porsche Zentrum Bamberg eröffnete, war die Produktpalette noch relativ klein. Mit der Einführung von Cayenne und Panamera erhöhte sich die Werkstatt-Auslastung. 2014 wird ein kleiner Geländewagen hinzukommen und für einen weiteren Anstieg sorgen.

Porsche-Geschäftsführer Zellmer merkte an, dass die Investitionen des Autohauses angesichts der "Sparmaßnahmen überall" nicht in die heutige Zeit zu passen scheinen. Die Stuttgarter Sportwagenschmiede sei allerdings "anders als andere Unternehmen" . Zwei Drittel aller Porsche-Häuser in Deutschland investieren in den nächsten 18 Monaten - insgesamt 190 Millionen Euro.