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Neues ÖPNV-Konzept für den Landkreis Bamberg – Rufbus ergänzt Netz


Autor: Redaktion

LKR Bamberg, Dienstag, 20. Oktober 2026

Der Kreistag Bamberg beschließt ein neues ÖPNV-Konzept. Rufbusse ergänzen ab 2028 das bestehende Liniennetz.
Taktverkehrsnetz


Das neue ÖPNV-Konzept für den Landkreis Bamberg steht. Der Kreistag hat heute mit breiter Mehrheit die drei Grundpfeiler verabschiedet: Um den Schülerverkehr und einen gut ausgebauten Taktverkehr auf den beiden Kernachsen Nord-Süd (Bahn) und Ost-West (Bus) wird sich ein Rufbusverkehr gruppieren, der kleinere Orte an die Hauptachsen anbindet. "Der neue Personennahverkehr ist jetzt mit den Verkehren der Stadt Bamberg abgestimmt und orientiert sich in dem Dreiklang Schüler-, Takt- und Rufbusverkehre damit viel stärker am Bedarf der Menschen", skizziert Landrat Johannes Maciejonczyk den Kern der Entscheidung. "Die Zielmarke ist klar: ab 1. August 2028 soll das neue Konzept in all seinen Facetten greifen."

Welche Bedürfnisse die Menschen an ihre Mobilität im Landkreis haben, wurde im Frühjahr 2026 mittels einer Auswertung von Pendlerdaten und Fahrgastzählungen sowie mit Bewegungsdaten im Mobilfunknetz ermittelt. Daraus wurden Haupt-, Neben- und Ergänzungsachsen entwickelt, auf denen ab 2028 ein verlässlicher, regelmäßiger Taktverkehr angeboten werden wird. "Wir wollen die Mobilität in unserem Flächenlandkreis mit 150.000 Menschen und völlig unterschiedlichen Interessenslagen so abbilden, dass wir uns an den tatsächlichen Anforderungen unserer Bürgerinnen und Bürger orientieren. Das ist auch wirtschaftlich ein Gebot der Zeit und der Vernunft", so der Landrat.

Haupt-, Neben- und Ergänzungsachsen

Nach dem Beschluss des Kreistages werden die Hauptachsen ab 2028 halbstündlich bis stündlich und die Neben- und Ergänzungsachsen stündlich bedient. Und das von Montag bis Freitag von 5 bis 20 Uhr, an Freitagen und vor Feiertagen bis 22 Uhr, an Samstagen von 7 bis 22 und an Sonntagen von 8 bis 20 Uhr. Das künftige Angebot umfasst rund 1,6 Millionen Fahrplankilometer jährlich im Regionalbusverkehr. Landrat Johannes Maciejonczyk: "Damit wird auch außerhalb der bisher klassischen Schulverkehrszeiten sowie an Wochenenden ein deutlich besser nutzbares ÖPNV-Angebot entstehen."

Neuer Baustein: Rufbus ergänzt das Liniennetz

Eine neue Säule des bedarfsorientierten ÖPNV-Konzepts 2028 ist ein Rufbussystem. Dieses Verkehrsmittel soll dort zum Einsatz kommen, wo ein regelmäßiger Linienverkehr aufgrund des dort geringeren Bedarfes nicht wirtschaftlich oder zweckmäßig ist. Ziel ist es, auch kleinere Ortsteile besser an die Gemeindehauptorte, die Taktachsen und die Bahnhöfe anzubinden. Die Rufbusse sollen bedarfsgerecht nach vorheriger Bestellung verkehren. Die konkreten Bedienzeiten und Routen sollen vom Kreistag im Dezember 2026 beschlossen werden.

Im Nachgang zu den Sitzungen des Kreistages werden die neuen Verkehre ausgeschrieben. Erst dann wird es zu den derzeitigen Prognosen zum Finanzbedarf von jährlich 11,8 bis 13,5 Millionen Euro belastbare Aussagen zu Ausgaben und Einnahmen geben können.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.