Der Bayerische Bauernverband lud Ortsverbände und Vereine aus dem gesamten Landkreis Bamberg in den Steigerwald nach Ebrach ein.
Ein goldener Oktobertag in Ebrach - das beschreibt sowohl das Wetter, als auch die Atmosphäre, die am Sonntag beim Kreiserntedankfest herrschte. Unter dem Motto "Vergiss nicht zu danken" lud der Bayerischen Bauernverband Ortsverbände und Vereine aus dem gesamten Landkreis Bamberg in den Steigerwald ein.
Landtagspräsidentin Barbara Stamm ist gerne in ihrer fränkischen Heimat unterwegs. In ihrem Grußwort brachte sie zum Ausdruck, wie gern sie nach Ebrach gekommen sei, und dass sie in Bamberg aufgewachsen sei. Das Erntedankfest nutzte sie, um den Menschen zu danken, die wissen, wo sie hingehören. Zudem lobte sie all jene, die in der Heimat verwurzelt sind.
Dank den regionalen Bauern
Mit der Aussage "Kommunalpolitik ist das Herzstück der Politik" dankte sie den regionalen Bauern. Mittelständische Betriebe hätten eine hohe Verantwortung.
1#googleAds#100x100 Die Kommunalpolitik müsse mehr bei den Menschen sein und deren Sorgen ernst nehmen. Sie dankte sie den Landwirten in der Region, die ihrer Arbeit trotz größer werdender Zukunftsängste immer noch nachgehen und zu ihrer Heimat stehen. Es müsse alles daran gesetzt werden, nicht an den Menschen vorbei Zukunft zu gestalten. Dass in der Region trotz aller Zukunftssorgen noch so viele aktiv seien, sei ein großer Verdienst des Bayerischen Bauernverbandes. Dessen Kreisobmann Heinrich Faatz begrüßte alle Anwesenden aus der Politik, die Ortsverbände und Vereine sowie die Zuschauer, die sich nach dem Festzug in der Turnhalle der Steigerwald-Realschule einfanden.
Bürgermeister Max-Dieter Schneider bedankte sich beim Bauernverband, dass das Erntedankfest in Ebrach ausgerichtet wird.
Landrat Johann Kalb betonte in seiner Ansprache, dass der neu entstandene Baumwipfelpfad in Ebrach ein erster Baustein für eine gute Entwicklung darstellt.
"Wir stehen hinter den Landwirten" lies MdB Thomas Silberhorn verlauten und dankte, dass durch die Arbeit der Bauern die Ernährung gewährleistet werde. Dies sei bei wachsender Bevölkerung und weniger werdendem Ackerland keine Selbstverständlichkeit.
Besonderen Dank sprach er Kreisbäuerin Anneliese Göller aus, die neben ihrer Arbeit in der Region selbst nach Afrika gereist ist, um dort Entwicklungshilfe zu leisten. Die Kreisbäuerin selbst brachte zum Ausdruck, dass unser tägliches Brot nicht selbstverständlich sei, sondern nur dadurch gewährleistet sei, dass Menschen Verantwortung übernehmen.
Stellvertretende Kreisbäuerin Marion Link dankte Barbara Stamm, dass sie in ihrer Rede alles aufgegriffen habe, was die Menschen in der Region
bewege. Landwirtschaft sei durch Schlagworte wie Massentierhaltung und Gentechnik ein öffentliches Thema geworden, das uns alle angeht.
Die Kreisbäuerinnen Göller und Link sprachen dem Ehepaar Dittmann ein besonderes Dankeschön für ihre Arbeit aus, die sie als Ortsobmann und Ortsbäuerin für den Bayerischen Bauernverband leisten. Alle Redner sagten "danke" den vielen Helfern für die Organisation des Erntedankfestes in Ebrach. Der prachtvolle Festumzug mit seinen schmucken Wagen hat viele Menschen auf die Straßen gelockt und stellte bei strahlendem Sonnenschein den Höhepunkt des Erntedankfestes dar.
Als abschließende Rednerin betonte die Vertreterin des Baumwipfelpfades Steigerwald, Miriam Langenbucher, dass eine Kooperation mit dem Bauernverband wünschenswert sei und dass man mit dem Thema Rohstoff Holz nahe an der Landwirtschaft sei.
Der Baumwipfelpfad Ebrach wurde zuvor von Barbara Stamm besucht, sie war damit einer von über 250 000 Gästen, die den Pfad seit seiner Eröffnung bereits beschritten haben.
Erntedankfest mit Gottesdienst
Eröffnet wurde das Erntedankfest mit einem ökumenischen Gottesdienst, zu dem Pfarrer Albert Müller die Anwesenden recht herzlich begrüßte. Pfarrerin Cornelia Meyer erinnerte in ihrer Predigt daran, wie reich wir im Verhältnis zu anderen sind. Trotzdem kann sie die Sorgen der Bauern verstehen, die von der schwierigen Situation in der Landwirtschaft betroffen sind.
Weil die Zwänge der Globalisierung angekommen seien, sei es umso wichtiger, mehr ökumenisch als ökologisch zu handeln. Bereits in der Bibel stehe, dass wir keine Konkurrenten, sondern Brüder seien. In diesem Sinne wünschte sie allen Bauern, die daran zweifeln zu danken, das Vertrauen, dass es weiter gehe.
Der Erlös aus der Veranstaltung geht an die beiden Kirchen sowie Kindergarten und Grundschule.