• Am Klinikum Bamberg ist keine Verbesserung der Corona-Lage in Sicht
  • Unterschied bei Inzidenzwerten in Stadt und Landkreis Bamberg wird größer
  • Britische Mutante könnte bei den Klinik-Patienten bald dominieren
  • Auslastung am Klinikum Bamberg: Eine Tatsache macht Pflegekräften Hoffnung

Rund 50 Prozent der Bamberger Corona-Patienten mit britischer Mutante infiziert: Bei etwa der Hälfte aller Corona-Patienten am Klinikum Bamberg konnte die britische Mutation des Coronavirus nachgewiesen werden. Das bestätigt das Klinikum Bamberg am Donnerstag (15. April 2021) auf Anfrage von inFranken.de. Die Corona-Lage am Klinikum Bamberg hat sich in den vergangenen Wochen und Tagen nicht entspannt. 

Corona am Klinikum Bamberg: So ist die aktuelle Lage

Am Klinikum Bamberg lagen am Donnerstag (15. April 2021) 21 Corona-Patienten. "Im Klinikum am Bruderwald ist die Situation seit Anfang März im Wesentlichen unverändert", sagt die Sprecherin des Klinikums Bamberg, Brigitte Dippold, gegenüber inFranken.de. Man habe seit Anfang März konstant 21 bis 24 Corona-Patienten am Klinikum, davon immer sechs bis neun Corona-Patienten auf der Intensivstation. 

Derzeit betreuen Pfleger und Ärzte auf der Intensivstation des Klinikums Bamberg sieben Corona-Patienten (Stand 15. April 2021). Die Besonderheit: Alle Corona-Patienten stammen derzeit aus der Region Bamberg. Zuvor hatte das Klinikum Bamberg immer wieder überregionale Patienten von anderen Kliniken übernommen, um zu entlasten. Viele der Corona-Patienten kamen aus dem Raum Kulmbach oder Hof, sagt Sprecherin Dippold. 

Seit Anfang März wurden am Klinikum Bamberg 574 Covid-19-Patienten stationär behandelt. 143 Patienten mussten wegen eines schweren Verlaufs der Viruserkrankung auf der Intensivstation behandelt werden. Das bedeute, aber nicht, dass 143 von 574 Corona-Patienten am Klinikum Bamberg intensivpflichtig wurden, betont Dippold. Denn Intensivpatienten seien "eben auch von anderen Häusern übernommen beziehungsweise direkt aufgenommen" worden. 

Klinikum Bamberg: Trotz hoher Zahlen positiver Aspekt - "Gottseidank!"

Insgesamt hat das Klinikum Bamberg die Möglichkeit, im schlimmsten Fall 34 Intensivbetten bereitzustellen. "Für Coronapatienten werden auf der Isolierebene drei weitere Stationen freigehalten", so Sprecherin Dippold. Derzeit würden noch alle Patienten "versorgt wie immer". Auch das Elektivprogramm laufe. Das bedeutet, dass derzeit keine geplanten Operationen verschoben werden. 

"Die Sicherheitsmaßnahmen laufen wie gewohnt weiter", sagt die Sprecherin des Klinikums Bamberg. Besonders dankbar sei man am Klinikum, dass die Hygiene- und Schutzmaßnahmen "bislang zuverlässig gewirkt" hätten. Es sei "bisher - Gottseidank! - noch kein Ausbruchsgeschehen zu verzeichnen", so Dippold weiter. Die Impfungen für das Personal liefen weiter. Bisher hätten 2.434 Mitarbeiter die Erstimpfung erhalten, 1.759 Mitarbeiter des Klinikums Bamberg auch ihre zweite Impfdosis. 

Währenddessen ist die Inzidenz im Landkreis Bamberg am Freitag (16.04.21) leicht gesunken. Sie liegt bei 127,1 (135,9 am Donnerstag). Die Stadt Bamberg liegt beim Inzidenzwert wieder unter 100, am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 94,3 (122,8 am Donnerstag), trotzdem kommt die Notbremse.35.997 Menschen aus Stadt und Landkreis haben die Erstimpfung, erhalten, 15.058 die Zweitimpfung. 

In Kronach ist die Helios-Klinik ausgelastet: So ist die Lage auf der Intensivstation.