Eine Krux der Bamberger Verkehrsplanung zeigt sich an der Wildensorger Hauptstraße. Die schmale Straße mit der starken Steigung und den vielen Biegungen ist eine Hauptverkehrsachse der Stadt.

Hier wird der Mangel einer Bergverbindung deutlich, die zwar angedacht aber nie realisiert wurde. Während Bamberg im Osten vom Berliner Ring umspannt wird, ist der Autofahrer im Wilden Westen auf diese Bergstraße angewiesen - auf den Wildensorger Ring sozusagen. Wer von Gaustadt aus mit dem Auto ins Babenberger Viertel fahren will und direkt über den gepflasterten Domplatz geleitet wird, der ahnt schon, dass die Verkehrsplanung eine Notlösung sein muss. An der Wildensorger Hauptstraße wird das erneut deutlich.

Kein Platz für Unmotorisierte

Für Autofahrer eine Qual, für Radfahrer und Fußgänger eine Gefahr - denn hier mangelt es nicht nur an einem Radweg. "Teilweise fehlt der Gehsteig hier gänzlich. Als Fußgänger ist man gezwungen auf der Straße zu gehen", kritisiert die Bamberger Familie Jung in einem Schreiben an unsere Redaktion im Rahmen der beliebten Serie "Fußgängerlobby". Oben am Rinnersteig wird es besonders eng. Wer bergauf marschiert, der wird links der Straße von einem Graben aufgehalten. Rechts der Verkehrsachse warnen rot-weiße Schilder den Autofahrer vor Biegungen - und Wohnhäusern.

"Wir fordern schon seit Jahren einen Gehweg dort", sagt Monika Hoh vom Wildensorger Bürgerverein. "Wir hoffen, dass wenn die Straße mal saniert wird, auch ein Gehweg gebaut wird." Die Fahrbahn sei in einem schlechten Zustand. "Ich möchte auch nicht unbedingt da an der Engstelle laufen", sagt Hoh. Freilich, es gibt sicherere und schönere Wege in die Altstadt - nur den Anwohnern bleibt nichts anders übrig.

Pfütze

"Beim Verlassen der Geyerswörth-Tiefgarage kann man dieser großen Pfütze leider nicht ausweichen", beschreibt eine Leserin eine zwar triviale aber doch ärgerliche Problematik. Denn: "Die Pfütze befindet sich genau im Zentrum des Rosengartens am Springbrunnen und ist für ältere Menschen trockenen Fußes nicht zu queren." Die Bambergerin hofft nun, dass ihr bescheidener Wunsch nach einer Begradigung gehört wird.

Uhren

Am Redaktionstelefon meldet sich eine ältere Dame: Sie sei oft zu Fuß in der Stadt unterwegs und benutze dafür regelmäßig den öffentlichen Personennahverkehr. "Ich wünsche mir beim ZOB große Uhren, um von Weitem schon zu sehen, wie spät es ist und ob man den Bus noch rechtzeitig erwischt", erzählt die Leserin. Als ältere Dame falle es ihr sonst schwer auf die Uhr zu sehen, vor allem wenn sie schwer bepackt sei.

Stolperstein

Bei winterlicher Dunkelheit sei eine 78-jährige Frau in der Kapuzinerstraße über einen abgebrochenen Pflasterstein vor dem Anwesen Nr. 16 gestolpert und habe sich beim Sturz heftig an einer Schulter verletzt, berichtet ein Leser. Als besonders ärgerlich empfindet er die Reaktion der Versicherung der Stadt Bamberg - diese habe den Fall abgewiesen. "Mit dem Tenor, wer zu dumm zum Laufen sei, solle halt daheimbleiben."

Hundespuren

Die Altenburg im Blick, verläuft ein Wanderweg von Wildensorg zum Babenberger Viertel. Doch wer die Augen auf die Sehenswürdigkeit richtet, läuft Gefahr, in eine Tretmine zu stapfen. "Ich bezeichne diesen Weg nur noch als den beschissensten Weg Bambergs. Es gibt Tage, da muss man Achterlinie um die Hundehaufen gehen, die Mitten auf dem Asphaltweg liegen", kritisiert eine Wildensorgerin und bittet die Stadt um Hundekot-Beutel-Spender am Weg.