Herbert Brauner und sein Sohn Sebastian haben sich viel vorgenommen: In Wildensorg werden sie ein winziges Häuschen sanieren, das völlig heruntergekommen ist. Bescheidene 53 Quadratmeter Grundfläche beansprucht das Mini-Gebäude für sich. Rechnet man noch Mauern und Putz ab, schrumpft die zur Verfügung Wohnfläche noch einmal. Unvorstellbar, dass hier einmal Familien gewohnt haben sollen.

Immerhin ist das schon lange her: Auf 25 bis 30 Jahre wird der Leerstand des Hauses Wildensorger Hauptstraße 26 geschätzt, und entsprechend verwahrlost ist das Gebäude: Dicke Risse durchziehen die Betonfußböden, aus den Decken quillt das Füllungsmaterial, die schmale Stiege in das Dachgeschoß mag man nur mit einem Stoßgebet betreten.

Und dennoch freut sich Sebastian Brauner auf dieses Haus als das neue Heim seiner Familie.