In jener Nacht wurden auch in Franken Synagogen geschändet, Juden angegriffen, jüdische Einrichtungen zerstört, Geschäfte und Häuser von Juden geplündert. An diese schrecklichen Ereignisse erinnern viele fränkische Kommunen mit Gedenkveranstaltungen. Im Folgenden einige Termine.

Bamberg
Gedenkveranstaltung mit Ansprachen, Kranzniederlegung und musikalischer Umrahmung am 9. November, 16 bis 17 Uhr, Synagogenplatz. Anschließend Fußweg zur Kultusgemeinde und Empfang

Forchheim
Exkursion (mit Bus, Unkostenbeitrag fünf Euro) am 7. November nach Adelsdorf und Hirschaid. Vor Ort Vorträge über die Geschehnisse der Reichskristallnacht und Besichtigungen. Die Exkursion startet um 14 Uhr am Rathausplatz in Forchheim (dort auch Ende gegen 17 Uhr). Um 17.30 Uhr beginnt eine Gedenkveranstaltung beim Synagogen-Gedenkstein in der Wiesentstraße in Forchheim.

Würzburg Gedenkveranstaltung am 9. November, Platz der ehemaligen Synagoge in der Domerschulstraße, Rede von OB Christian Schuchardt, 18 Uhr.

Coburg Kulturelles Programm am 9. November mit Gedenkzug vom Marktplatz (dort Treffpunkt um 17 Uhr) zum jüdischen Friedhof. Auf dem Weg gibt es Information zu historischen Ereignissen, Musik und Stille. Um 19 Uhr wird das Programm mit der Vorführung des Films "Holocaust light gibt es nicht" im Haus Contakt (Untere Realschulstraße 3) beendet.

Erlangen Gedenkveranstaltung mit Vortrag "Verfolgung und Diskriminierung im Dritten Reich, Lehren für das 21. Jahrhundert" sowie Ansprachen und Gebet, 8. November, 11.30 Uhr, Bürgerpalais Stutterheim (Marktplatz).

Nürnberg Die Stadt gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit einer Kranzniederlegung durch OB Ulrich Maly am 15. November um 12.30 Uhr auf dem Israelitischen Friedhof (Schnieglinger Str. 155). Die Erinnerung an die NS-Zeit wachzuhalten, ist in Nürnberg ein Dauerthema, das nicht nur mit Gedenktagen verbunden ist. So sind gerade im November ein Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände und des Memoriums Nürnberger Prozesse zu empfehlen.

Bayreuth Gedenkveranstaltung am 9. November mit Vortrag "Über den Umgang mit dem schwierigen Erbe des Nationalsozialismus" und musikalischer Umrahmung, kath. Hochschulgemeinde, 19 Uhr.