Neben Mitarbeitern des insolventen Unternehmens, das am Montag die Schließung von vier Geschäftsstellen bekannt gegeben hat, kamen auch Vertreter von Verdi und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zu der Mahnwache. Auch wenn es laut Vorstandschef Andreas Mach keine Pläne gibt, die "sehr zufriedenstellende" Filiale am Max-Platz zu schließen, so herrsche bei den 50 Beschäftigten in Bamberg eine "ganz, ganz große Verunsicherung", berichtet Betriebsrat Heinz Hackl.

"Neues Haus in bester Lage" - das helfe alles nichts, wenn Wöhrl insgesamt scheitere. Hackl beklagt, dass dem Gesamtbetriebsrat kein klares Sanierungskonzept vorgelegt wurde, weshalb auch er nicht wisse, wie es beim Traditionskonzern weitergeht. Um die Sorgen der Mitarbeiter zu lindern, fordern Hackl und Co. einen Sanierungstarifvertrag und ein "gerechteres Entlohnungssystem".