EU-Projekt in Bamberg: Wie das Welterbe im Klimawandel bewahren?
Autor: Redaktion
Bamberg, Donnerstag, 16. April 2026
Ein europäisches Projekt will den Klimaschutz im Welterbe Bamberg stärken.
Wie können UNESCO-Welterbestätten wirksam auf den Klimawandel reagieren und gleichzeitig ihren außergewöhnlichen universellen Wert bewahren? Und welchen Beitrag kann das Welterbe selbst zur Minderung des Klimawandels leisten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Zentrum Welterbe Bamberg in diesem Jahr intensiv. Ein wesentliches Instrument sind sogenannte "Urban Living Labs", die in vier europäischen Städten – darunter auch in Bamberg – ausgerichtet werden.
Das europäische Forschungsprojekt arbeitet in vier zentralen Themenfeldern: Klimarisikobewertung, Klimaanpassung, Klimaschutz sowie Beteiligung der Gemeinschaft und Kapazitätsaufbau. In den "Urban Living Labs" werden gemeinsam mit Kommunen, Fachbehörden, Zivilgesellschaft und Forschung praxisnahe Lösungen entwickelt und erprobt. Möglich wird die Forschung durch das Projekt GO2CHANGE, das im Rahmen des EU-Förderprogramms COST die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis stärkt.
Im Jahr 2026 richtet die Stadt Bamberg unter der Federführung des Zentrums Welterbe Bamberg das erste dieser "Urban Living Labs" aus. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung des Managementplans für das UNESCO-Welterbe "Altstadt von Bamberg" ein. Dabei werden lokale Klimarisiken analysiert, geeignete Maßnahmen für Klimaanpassung und Klimaschutz im Welterbe-Management entwickelt sowie die aktive Beteiligung regionaler Akteure – insbesondere aus Stadtplanung, Umweltmanagement und Katastrophenschutz – gestärkt.
Das Projekt greift aktuelle Entwicklungen im Welterbe-Management auf: Das UNESCO-Welterbekomitee betont zunehmend die Bedeutung von Resilienz, Katastrophenrisikomanagement sowie Klimaschutz und Klimaanpassung und hat diese als zentrale Ziele im Aktionsplan für das Welterbe in Europa (2024–2031) verankert.
Im Rahmen des Projekts finden in Bamberg mehrere Veranstaltungen statt:
Training School: 20.–26. April 2026
Fachworkshop: 30. Juni – 1. Juli 2026
Abschluss- und Disseminationsveranstaltung: 16. Oktober 2026
Die Projektpartnerschaft umfasst Institutionen aus Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Italien, Spanien, Polen und Deutschland sowie zahlreiche lokale Akteure aus Bamberg. Sie unterstreicht den europäischen Austausch zu zentralen Zukunftsfragen im Umgang mit dem Klimawandel im historischen Bestand.
Mehr Informationen unter: https://welterbe.bamberg.de/de/projekte/go2change oder auf Instagram: @zentrum.welterbe.bamberg und @go2change_cost.
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.