Die bereits seit Februar einsetzende Frühjahrsbelebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt hat im März deutlich an Dynamik zugelegt. In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit um 661 Personen. Im Agenturbezirk Bamberg-Coburg waren zum Stichtag 12 997 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.

Im Stadtgebiet Bamberg ist die Arbeitslosigkeit vom saisonalen Auf und Ab am Arbeitsmarkt weniger betroffen. Daher sank die Zahl der Arbeitslosen lediglich um 36 Personen (-1,8 Prozent). Sie betrug Ende März 1988 Arbeitslose. Die Quote betrug 5,1 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent). Die Arbeitgeber aus dem Stadtgebiet meldeten 354 sozialversicherungspflichtige Stellen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist dies ein Plus von 43 bzw. 13,8 Prozent.

Im Landkreis Bamberg fällt die Frühjahrsbelebung kräftiger aus.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit belief sich seit Februar auf 171 oder 6,8 Prozent. Im März wurden 2360 arbeitslose Personen gezählt. Es errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent (Vorjahresmonat 3,1 Prozent). Das ist Vollbeschäftigung.

Aus dem Landkreis Bamberg gingen 208 sozialversicherungs-pflichtige Stellenangebote ein. Dies sind zwar 54 weniger als vor zwölf Monaten. Im Stellenpool befinden sich aktuell jedoch 816 Beschäftigungsangebote, 141 oder 20,9 Prozent mehr als im März 2015.

"Die saisonale Arbeitslosigkeit ging im März schon vor den Osterfeiertagen, die von Arbeitgebern oftmals noch abgewartet werden, spürbar zurück", berichtet Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, "Von den Wiedereinstellungen nach der Winterpause waren zu gut zwei Dritteln (72,2 Prozent) Männer betroffen, die vornehmlich in den Außenberufen beschäftigt sind. Ich rechne damit, dass der Trend in den kommenden Monaten anhalten wird."


Weiterhin robust

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Arbeitslosigkeit nochmals zurückgegangen, betont Glos. Aktuell seien 907 Menschen (-6,5 Prozent) weniger auf Jobsuche als vor zwölf Monaten. Im ersten Quartal dieses Jahres habe der Arbeitgeberservice der Agentur 12,7 Prozent mehr Stellen gemeldet als in 2015. Glos: "Die Weltwirtschaft hat sich zwar ein wenig abgeschwächt, insbesondere durch die Situation in China oder Brasilien. Jedoch reagiert unser Arbeitsmarkt auf diese konjunkturellen Schwankungen weiterhin robust. Der Bestand an offenen Stellen ist sogar um 17,5 Prozent gestiegen und bietet vielen Menschen Perspektiven." Konkret wurden im Arbeitsagenturbezirk Bamberg-Coburg, zu dem neben Bamberg und Coburg auch Kronach, Lichtenfels und Forchheim gehören, von den Arbeitgebern 732 offene Stellen mehr gemeldet als im März 2015.


Für 100 Bewerber 127 Lehrstellen

Gut sieht es laut Glos auch auf dem Ausbildungsmarkt aus: "Im März 2016 sind mehr Bewerber als im Vorjahr für eine betriebliche Ausbildung gemeldet. Gleichzeitig ist die Anzahl gemeldeter Berufsausbildungsstellen ebenfalls angestiegen. 4411 Ausbildungsstellen (+8 Prozent) stehen 3484 Bewerbern (+4,4 Prozent) gegenüber. Rein statistisch entfallen auf 100 gemeldete Bewerber 127 Ausbildungsstellen."

Die Entwicklung hin zu einem Bewerbermarkt habe sich somit weiter verfestigt und biete auch Jugendlichen Chancen, deren Potenziale bislang noch nicht ausreichend genutzt werden konnten. Glos: "Die Perspektiven für unsere Bewerber sind so gut wie selten." red