"Earth Hour": Bamberger Dom setzt Zeichen für Klimaschutz
Autor: Redaktion
Bamberg, Mittwoch, 25. März 2026
Am Bamberger Dom wird zur "Earth Hour" für eine Stunde die Beleuchtung abgeschaltet.
Der Bamberger Dom beteiligt sich an der weltweiten Aktion "Earth Hour" und setzt damit ein sichtbares Zeichen für den Klimaschutz. In der Zeit von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr wird am Samstag (28. März 2026) die Beleuchtung der Kathedrale vollständig ausgeschaltet. Damit liegt die Mutterkirche des Erzbistums Bamberg und zugleich Herzstück des UNESCO Weltkulturerbes für eine Stunde im Dunkeln.
"Die Teilnahme an der 'Earth Hour' unterstreicht das langjährige Engagement des Erzbistums Bamberg für den Schutz von Klima und Umwelt", betonte Generalvikar Georg Kestel. Die Verantwortung für die Schöpfung sei ein zentraler Bestandteil christlicher Glaubenspraxis. Vor diesem Hintergrund schließen sich die Erzdiözese Bamberg und das Bamberger Domkapitel der internationalen Aktion bewusst an. Der Umweltreferent des Erzbistums, Sebastian Zink, erklärte: "Die symbolische Abschaltung der Beleuchtung steht für einen nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit Energie sowie für den Schutz der Artenvielfalt. Auch leiden insbesondere Insekten unter übermäßiger nächtlicher Beleuchtung von Gebäuden."
Auch über symbolische Aktionen hinaus setzt das Erzbistum auf konkrete Maßnahmen. So wurden in den vergangenen Jahren zentrale Verwaltungsgebäude am Jakobsplatz in Bamberg sowie das Archiv des Erzbistums mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Zudem kamen in mehreren diözesanen Wohnungen Wärmepumpen zum Einsatz. "Diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen", erklärte der Klimaschutzmanager des Erzbistums, Mario Burghardt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt nach Worten von Birgit Kastner, Hauptabteilungsleiterin für Kunst und Kultur, auf der Sensibilisierung für ökologische Verantwortung. Anlässlich des zehnten Jubiläums der Enzyklika Laudato si’ wurde im vergangenen Jahr ein diözesanes Projekt mit vielfältigen Aktivitäten unter Beteiligung renommierter Künstler wie HA Schult und Nora Gomringer umgesetzt. Außerdem gab es künstlerische Installationen, Ausstellungen, Konzerte sowie einen Poetry Slam, die die bleibende Relevanz der päpstlichen Botschaft zur Bewahrung der Schöpfung verdeutlichten. Anfang Mai lädt das Ordinariat zudem zu einem Nachhaltigkeitstag ein, bei dem sich Mitarbeitende mit Fragen der ökologischen und sozialen Gerechtigkeit auseinandersetzen.
Auch infrastrukturell wurden nachhaltige Fortschritte erzielt: Die Außenbeleuchtung des Bamberger Doms wurde in den Jahren 2024/25 auf energiesparende LED-Technik umgestellt, die Innenbeleuchtung bereits zwischen 2016 und 2018 modernisiert. Aktuell wird zudem eine umfassende Analyse der Raumklimadaten durchgeführt, um den Betrieb der Heizungs- und Lüftungsanlagen künftig noch energieeffizienter zu gestalten.
Mit der Teilnahme an der "Earth Hour" verbinde das Erzbistum Bamberg symbolisches Handeln mit konkreten Maßnahmen, sagte Generalvikar Kestel. "Der Erhalt der Schöpfung ist Kern unseres Glaubens und beginnt im Alltag eines jeden Menschen."
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.