Mit deutlicher Mehrheit entschieden sich die Reckendorfer Räte für eine Aufmöbelung des als Lagerraum genutzten Gebäudes. Es soll Gemeinschaftshaus für Vereine werden.
Ein Dauerbrenner im Gemeinderat ist seit 2002 die Außensanierung des Bahnhofsgebäudes, das als Lagerraum für gemeindliche Zwecke genutzt wird. Zum Abschluss der Neugestaltung des Bahnhofsgeländes sollte das ehemalige Bahnhofsgebäude zumeist in Eigenregie vornehmlich von außen saniert werden und dann als Vereinshaus oder für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen. Die Sanierungskosten in Höhe von 25 000 Euro wurden der Regierung von Oberfranken in der Bedarfsmitteilung für das Haushaltsjahr 2015 mitgeteilt. Diese Fördermittel stehen nun zur Verfügung.
Eigentlich als zu gering sahen Gemeinderatsmitglieder die Zuschüsse, zumal sich als kritischer Punkt die Dachsanierung mit der Entsorgung der asbesthaltigen Eternitabdeckung herausstellte. Kritisch sahen Jürgen Baum (WBFW) und Bernhard Müller (SPD) die geplante Sanierung. Für den Erhalt des historischen Gebäudes waren Erwin Wahl (CSU), Ludwig Blum (CSU) und Markus Sippel (WBFW), die die Bereitschaft von Reckendorfer Handwerkern und des Bauhofes zur aktiven Mithilfe signalisierten.
Arbeiten in Eigenregie
Deutlicher, als die Diskussion verhieß, war schließlich das Abstimmungsergebnis: Mit 10:3 Stimmen beschloss der Gemeinderat Reckendorf, dass das bisherige Bahnhofsgebäude von außen saniert wird. Die entsprechenden Arbeiten werden in Eigenregie geleistet. Das Gebäude wird als Gemeinschaftshaus für ortsansässige Vereine genutzt. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Fördermittelantrag zu stellen und den vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beantragen.
Kaum beschlossen, wurde er auch schon wieder abgeschafft - der Qualitätsbonus plus, den die Bayerische Staatsregierung den Kindergärten zugutekommen lassen wollte: Die Gemeinden hätten denselben Betrag zur Qualitätssteigerung in den Kindergärten in Höhe von gut 53 Euro pro Kind beisteuern sollen. Zu bürokratisch und zu großer Verwaltungsaufwand, lautete die Einsicht der Staatsregierung, die diesen Betrag nun ohne Vorbedingungen den Kindergärten zukommen lassen wird.
Breiten Raum nahm in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Fortschreibung des Flächennutzungsplans in Reckendorf ein, den Claudia Roschlau vom Ingenieurbüro Bauer & Consult aus Haßfurt dem Rat vorstellte. Ziel sei es, so Bürgermeister Manfred Deinlein (SPD), die weitere Entwicklung der Gemeinde zu planen und den Flächennutzungsplan an die Bevölkerungsentwicklung anzupassen. Die Fortschreibung, die noch keinen rechtsverbindlichen Charakter hat, sieht nun 7,9 Hektar zusätzliche Bauflächen vor.
17 Wohngrundstücke geplant
Wie alle Nachbarn von Gerach, stimmte auch der Gemeinderat Reckendorf der Änderung des Flächennutzungsplanes Gerach mit der Aufstellung des Bebauungsplanes zur Entwicklung eines Mischgebietes und Wohngebietes "Am Reckendorfer Weg" in Gerach zu. Die Planfläche auf dem ehemaligen Wieland-Gelände beträgt derzeit 3,37 Hektar. 17 Wohngrundstücke und Flächen für sogenanntes nichtstörendes Gewerbe sind geplant. Auf eine Beteiligung im weiteren Verfahren wurde verzichtet.
Schnell abgehandelt war in der Sitzung der Kulturförderzuschuss an den Männergesangverein Liederhort für 2015. Dieser wurde von 125 auf 150 Euro erhöht. Vier Reckendorfer Mädchen nehmen an einem Mädchenpowerseminar in Ebern teil, das veranstaltende Evangelische Jugenddekanat Rügheim erhielt dafür einen Zuschuss von 40 Euro.
Um ein Jahr geschoben wird die Gestaltung der Seitenbachstraße - die Ausschreibung soll wegen der vermutlich dann günstigeren Preise im Winter erfolgen, sodass ein Baubeginn im Frühjahr 2016 erfolgen könnte. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Maßnahme für den Haushalt 2016 einzuplanen und Fördermittel zu beantragen.