Im Kreisbauhof wird schon gut gespart, die Hirschaider Realschule ist ein Paradebeispiel, die Don-Bosco-Schule Stappenbach hat noch Handlungsbedarf und an der Scheßlitzer Realschule dürfte sich wohl bald was tun. Robert Martin spricht diese Liegenschaften des Landkreises mit Blick auf den energetischen Bereich an. Die Genannten wurden wie die übrigen der jährlichen Energiebilanz unterzogen. Fazit: Das Resultat stellt ihn zufrieden, die Gesamtkosten wurden um 7 Prozent oder 36 924 auf 492 691 Euro gesenkt. Leicht angestiegen sind hingegen der Wärmeverbrauch (1,68 Prozent) und der Wasserverbrauch (4,69 Prozent).

"Wir haben durchweg eine positive Energieentwicklung im Landkreis", kommentiert Landrat Johann Kalb das Ergebnis der Bilanz. Der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises, Robert Martin, seit 2008 im Amt, befasst sich seit 2013 auch mit dem Kommunalen Energiemanagement.

Dazu gehört die Erstellung einer jährlichen Bilanz für die Liegenschaften des Landkreises. Das sind nicht wenige: Neben den bereits genannten Realschulen in Hirschaid und Scheßlitz gehört auch die Ebracher Realschule dazu, außerdem die Giechburgschule Scheßlitz, ferner die Landwirtschaftsschule Bamberg, das Landratsamt (Hauptgebäude) und der Kreisbauhof in Memmelsdorf. Die energetische Bilanz bezieht sich auf Energie-, Wärme- und Wasserverbrauch. Und die fiel auch für das vergangene Jahr, was Einsparungen anbelangt, Martin zufolge positiv aus. Nicht nur, weil die Gesamtausgaben gesenkt werden konnten. Dies führt er auf die generell niedrigeren Kosten für Wärme und Strom zurück und speziell auch auf die Realschule Hirschaid. Hier hat sich seit der Sanierung der Wärmeverbrauch um fast 70 Prozent reduziert.

Martin geht bei seiner Bilanz auch auf den ökologischen Aspekt ein: In der Klimaschutzerklärung habe man sich das Ziel gesetzt, den Kohlendioxidausstoß bis zum Jahr 2020 auf 30 Prozent zu senken. Bei den landkreiseigenen Liegenschaften wurde im vergangenen Jahr bereits eine Einsparung von über 53 Prozent erreicht. "Wir sind damit sogar schon über das Ziel hinausgeschossen", freut sich Landrat Kalb.

Weiter hebt Martin hervor, dass auf den sieben landkreiseigenen Photovoltaik-Dächern insgesamt 185 653 Kilowattstunden Strom erzeugt wurden und die Anlage auf dem Salzlager des Kreisbauhofes insgesamt 86,74 Prozent des dort benötigten Stromes erzeugte.


Rampen nicht mehr beheizt

Weiterhin reduziert werden konnte übrigens auch der Stromverbrauch des Landratsamtes, weil die beheizbare Rampe zur Tiefgarage eben seit zwei Jahren nicht mehr beheizt wird. Das Amt selbst, so stellt Robert Martin heraus, nutze indes ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Freilich liege das Landratsamt beim Stromverbrauch derzeit noch mit 400 610 Kilowattstunden an der Spitze, gefolgt von der Realschule Hirschaid mit nicht einmal halb so viel. Die derzeit laufenden Maßnahmen zur energetischen Sanierung am Landratsamt sowie der Austausch aller bisherigen Leuchtmittel gegen zeitgemäße LED-Lampen werde sich wohl dann in der nächsten Bilanz niederschlagen.

Freilich seien für das Jahr 2015 auch Steigerungen zu verzeichnen: Im Bereich das Wasserverbrauchs. Der ist bei allen gestiegen und zwar um fast 4,7 Prozent auf 9339 Kubikmeter, was gleichzeitig eine 21-prozentige Kostensteigerung auf 37 992 Euro mit sich brachte. Beim Verbrauch liegt die Realschule Ebrach mit insgesamt 2644 Kubikmetern an der Spitze, gefolgt gleich vom Landratsamt mit 2610 Kubikmetern. Martin erklärt dies mit den zwei letzten "warmen Jahren " als Folge des Klimawandels. Weil es sehr warm war, wurde für die Außenanlagen mehr Wasser gebraucht.

Wenn weiterhin alle Kreismitarbeiter so gewissenhaft sind wie die Kollegen von Bernd Maurer (Kreisbauhof), die z.B. das Licht ausmachen, wenn sie aus dem Raum gehen, dürfte Robert Martin dies weitere Einsparungen in der nächsten Bilanz bringen.