Blätternder Putz. Schimmel an den Wänden. Dreieinhalb Jahre nach dem Auszug des letzten Gastes in der Jugendherberge Wolfsschlucht macht das Gebäude am Fluss einen verwahrlosten, einen jämmerlichen Eindruck. Doch am Dienstag im Finanzsenat strahlten die Stadträte um die Wette. Der Grund: Bis Ende 2018 soll die marode "Wolfsschlucht" wieder zum Leben erweckt werden.

Eine zweifellos gute Nachricht: Kein neues Hotel, keine Privatisierung, kein Abriss sind hier geplant. Auch in Zukunft werden junge Leute in der Wolfsschlucht wohnen.

"Erlebnispädagogisches Kompetenzzentrum" nennt sich das, was das Don-Bosco-Jugendwerk im Bamberger Hain umsetzen will. Hinter dem sperrigen Fachbegriff verbirgt sich ein Haus, in dem bis zu elf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, aber auch ebenso viele deutsche Jugendliche aus zerrütteten Familien unter einem Dach betreut werden.