• Commerzbank will knapp die Hälfte aller 790 Filialen in Deutschland schließen
  • Begründung: Filiale verliere für Kunden "immer mehr an Bedeutung"
  • Auch 13 Standorte in Franken betroffen: Mehrere Filialen bleiben bereits zu
  • Jeder dritte Arbeitsplatz bei der Commerzbank soll wegfallen 

Commerzbank schließt 13 Filialen in Franken - Bank will Kosten "erheblich" reduzieren: Die Commerzbank schließt knapp die Hälfte aller Filialen in Deutschland. Auch in Franken sollen insgesamt 13 Standorte wegfallen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag (06.07.2021) mit. Bereits Ende Januar hatte die Großbank bekannt gegeben, dass insgesamt 10.000 Vollzeitstellen gestrichen werden und 340 von 490 Filialen schließen sollen. 

Commerzbank-Schließung in Franken: Diese Filialen sind betroffen

Die Commerzbank betreibt drei große Niederlassungen in Franken, zu denen jeweils mehrere Filialen gehören, wie Sprecher Peter Tiefenbach am Mittwoch (07.07.2021) gegenüber inFranken.de erklärt: Nürnberg, Würzburg und Bayreuth/Hof. In allen drei Regionen werden Filialen geschlossen. Es sei geplant, schon "ab Oktober 2021 mit der Schließung der ersten rund 240 Filialen zu starten, die restlichen folgen 2022".

Einige Filialen in Franken sind laut Bank "bereits seit dem 15.03.2020 vorsorglich wegen der Pandemie geschlossen". Sie werden - so der Plan - auch nicht mehr für die Kunden öffnen. Diese Filialen in Franken sind betroffen: 

  • Nürnberg Friedrich-Ebert-Platz (kein Datum bekannt)
  • Nürnberg Stresemannplatz (kein Datum bekannt)
  • Nürnberg Südstadt (kein Datum bekannt)
  • Nürnberg Marienberg (bereits zu)
  • Nürnberg St. Leonhard (bereits zu)
  • Roth (bereits zu)
  • Rothenburg ob der Tauber (bereits zu)
  • Zirndorf (bereits zu)
  • Weidenberg (2021)
  • Münchberg (2022)
  • Pegnitz (2022)
  • Rehau (2022)
  • Wunsiedel (2022)

Commerzbank-Filialen in Franken: Diese Standorte bleiben offen 

Während 13 Filialen ihre Türen für immer schließen, bleiben insgesamt 21 Filialen in Franken erhalten. Diese Standorte haben weiterhin für Kunden der Commerzbank geöffnet

  • Nürnberg Hans-Sachs-Platz
  • Nürnberg Lorenzer Platz
  • Nürnberg Fürther Straße
  • Nürnberg Langwasser
  • Fürth
  • Erlangen
  • Schwabach
  • Ansbach
  • Lauf an der Pegnitz
  • Bayreuth
  • Hof
  • Marktredwitz
  • Kulmbach
  • Naila
  • Selb
  • Würzburg
  • Schweinfurt
  • Bamberg
  • Coburg
  • Bad Kissingen
  • Forchheim 

Die Filiale verliere "für tägliche Bankgeschäfte bei Kunden immer mehr an Bedeutung, das Smartphone wird zum wichtigsten Kontaktkanal", so die Großbank in einer Mitteilung. Daher solle nun die Betreuung über Beratungscenter ausgebaut werden. Parallel zu den Filialschließungen beginne man mit dem "Ausbau der persönlichen Beratung über Telefon, Video, Chat und E-Mail". Wer bisher bei einer Commerzbank-Filiale gerne persönlich vor Ort das Gespräch sucht, muss sich also umstellen.

Commerzbank will deutschlandweit 10.000 Stellen streichen - so ist die Lage in Franken

"Im ersten Schritt beraten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kunden aus zentralen Standorten zunächst telefonisch", heißt es. Ab Ende 2022 sollen Kunden dann per Telefon, Video, Chat und E-Mail mit einem Bankberater in Kontakt kommen. Bereits im Januar hatte die Großbank auch angekündigt, insgesamt 10.000 Vollzeitstellen im gesamten Bundesgebiet streichen zu wollen. 

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Wie viele Mitarbeiter es in Franken treffen wird, könne man aber noch nicht genau sagen, so Sprecher Tiefenberg. "Es ist noch zu früh, um Informationen über den Stellenabbau zu geben." Man befinde sich in Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern. Betroffenen Angestellten will man anbieten, in eine andere Filiale oder ein künftiges Beratungscenter zu wechseln. "Unser Anspruch ist es, über die Nutzung des Freiwilligenprogramms oder eines Instruments aus dem Sozialplan den Abbau so weit wie möglich zu realisieren."

Insgesamt sind laut eigenen Angaben rund elf Millionen Privatpersonen und Unternehmer in Deutschland Kunden bei der Commerzbank. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, musste die Großbank 2020 einen Milliardenverlust verkraften. Vielen Banken geht es - besonders durch die Pandemie - ähnlich. In Deutschland bringe ein Bankkunde nur noch im Schnitt 172 Euro Gewinn pro Jahr, so der aktuelle "Retail Banking Monitor“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Laut Tagesspiegel liegen die Ursachen dafür in der gesunkenen Zahl "internationaler Transaktionen und Kreditkartenzahlungen sowie weniger Nachfrage bei Verbraucherkrediten".

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