Um den verantwortlichen Akteuren bei der Neuanlage und Pflege von Grünflächen zu unterstützen hat die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege ein Handbuch erstellt.
Grünflächen an Straßenrändern summieren sich in Bayern auf viele Millionen Quadratmeter und bieten Platz für Vielfalt am Wegesrand. Das Potenzial kann durch eine fachgerechte Pflege zum Blühen gebracht werden. Öffentliche Grünflächen in Kommunen und Städten können dabei zu Lebensräume für viele Wildpflanzen, Insekten und andere Tiere werden. Das teilt das Landratsamt Bamberg mit.
Unter dem Titel „Blühpakt Bayern“ führt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz viele Akteure zusammen, um den Rückgang der Insektenvielfalt zu stoppen und den Artenreichtum heimischer Tier- und Pflanzenarten zu fördern.
Die Bauhöfe der Kommunen spielen dabei eine wichtige Rolle: Unter dem Titel „Kommunale Grünflächen: vielfältig – artenreich – insektenfreundlich“ hat die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) ein umfangreiches Praxis-Handbuch mit Informationen und Tipps erarbeitet, das den Praktikern vor Ort eine wertvolle Hilfestellung bietet, wenn es um die Pflege und Neuanlage öffentlicher Grünflächen geht. Wer hier am richtigen Punkt ansetzt, kann mit wenig Aufwand viel erreichen und ödes Einheitsgrün in eine Nische der Vielfalt verwandeln.
Mit der Entwicklung eines Mähkonzeptes zur Förderung des Artenreichtums für die Randflächen an Kreisstraßen hat der Landkreis Bamberg bereits 2019 eigene Schritte zur Sicherung und Verbesserung der Artenvielfalt getan. Die Veröffentlichung der ANL ist eine wertvolle Ergänzung dieser fachlich fundierten Neuaufstellung in der öffentlichen Grünpflege. Denn Artenschutz geht alle Akteure an, die Flächen nutzen, pflegen und gestalten.
Die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landkreises Bamberg bietet neben den Beratungsunterlagen, die ab sofort an die Bauhöfe der Gemeinden verteilt werden, gerne gezielte Beratung vor Ort an.
Zusätzlich steht seit Beginn des Jahres die Biodiversitätsberatung der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Bamberg für Anfragen zur Verfügung, insbesondere was die Planung und Umsetzung von Maßnahmen auf gemeindeeigenen Ausgleichsflächen oder größeren Flächen in Feld und Flur angeht: Ziel der Biodiversitätsberatung ist die Steigerung der Artenvielfalt, der Aufbau eines Biotopverbunds und der Umsetzung von Artenschutzmaßnahmen im Landkreis Bamberg.
Für September 2021 ist ein Seminar für Gemeindearbeiter, Bauhofleiter und Bauamtsleiter geplant, in dem die Kreisfachberatung in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Bamberg gelungene Projekte und praxisnahe Umsetzungsbeispiele zur Förderung der Artenvielfalt im öffentlichen Grün vorstellt.
sehr gute Aktion , denke aber mal es wird nicht viel helfen.
Wie es in unserer Umwelt aussieht ,kann doch jeder selbst merken .
Es gibt ( fast ) keine blühenden Wiesen mehr ,sondern nur noch Grünland .
Dieses wird nicht wie früher 2 x gemäht ,sondern 3-4-5 mal im Jahr .
Blühpflanzen haben keine Chance mehr zu blühen und Samen zu bilden .
Was noch eine minimale überlebenschance hat sind Pflanzen
die aus Rosetten oder Zwiebeln wachsen.
Löwenzahn, Gänseblümchen, Herbstzeitlose oä.
Straßen -und Wegeränder werden paarmal im Jahr gemäht ,
oder noch schlimmer gemulcht .
Da wird alles Leben darin gleich kleingeschreddert ,vom Käfer bis hin zum Igel .
Jetzt ist Ende April und viele hier im Dorf haben schon ihren Hausrasen gemäht ,
warum auch immer .
Dafür werden mit viel Aufwand und Geld sogenannte "Blühstreifen " angelegt ,
wo auch nichts für die Natur sinnvolles wächst ,
sonden schöne bunte Blümchen als Alibifunktion .
Die Natur wird immer ärmer , welche Kinder kennen heute noch bunte Wiesen ?