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Diebes-Paar auf A73 landet um ein Haar im Knast - doch Nachspiel droht


Autor: Julian Drescher

Bamberg, Montag, 17. August 2026

Auf der A73 bei Bamberg entging ein Verbrecherpärchen nur knapp dem Kittchen. In letzter Sekunde kauften sie sich frei. Aber den beiden droht jetzt trotzdem Ärger.
Ein Diebespärchen entging nur knapp bei einer Fahrt auf der A73 bei Bamberg dem Gefängnis. Ein Nachspiel hat die Polizeikontrolle trotzdem.


Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss jederzeit mit einer Kontrolle durch die Polizei rechnen. Besonders auf Autobahnen sind die sogenannten Schleierfahnder aktiv, die Fahrzeuge und Insassen genauer unter die Lupe nehmen. Dabei kommt es immer wieder zu überraschenden Entdeckungen - so auch bei einem Ehepaar aus dem Landkreis Bamberg.

Was als routinemäßige Verkehrskontrolle begann, entwickelte sich für die beiden Insassen eines VW zu einem nervenaufreibenden Erlebnis. Denn gegen beide lagen Haftbefehle vor. Nur durch schnelles Handeln und die Hilfe eines Bekannten konnten sie einer längeren Haftstrafe entgehen.

Schleierfahnder stoppen VW auf der A73: Diebes-Paar landet um ein Haar im Knast 

Am Freitagvormittag fiel den Schleierfahndern der Verkehrspolizei ein mit zwei Personen besetzter VW auf, der auf der A73 in Richtung Suhl unterwegs war. Bei der anschließenden Fahrzeugkontrolle stellten die Beamten fest, dass sowohl gegen den 26-jährigen Fahrer als auch gegen seine 21-jährige Beifahrerin und Ehefrau jeweils ein Haftbefehl bestand, wie die Polizei Bamberg mitteilt.

Beide Haftbefehle seien wegen eines Diebstahlsdelikts ausgestellt worden. Sie waren demnach durch die Zahlung eines Geldbetrages abwendbar - doch das Ehepaar führte kaum Bargeld mit sich.

In ihrer Not verständigten die beiden einen Bekannten, der das Geld für sie bezahlen sollte. Als dieser nach längerer Wartezeit bei der Polizei eintraf, reichte sein Geld allerdings nur für einen der beiden aus, heißt es im Polizeibericht.

Ehefrau tritt Haft an - doch ihr Mann löst sie schnell wieder aus

Das Ehepaar entschied sich dafür, dass zunächst der Mann ausgelöst werden sollte. Die Frau trat die Haft an, bis ihr Mann das notwendige Geld auftreiben könne. Im Anschluss wurde die 21-Jährige in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Doch viel schneller als ursprünglich erwartet traf ihr Mann noch während der Aufnahme seiner Frau in der JVA mit genügend Geld ein. Er löste sie dort gleich wieder heraus, wie die Polizei berichtet. So entgingen beide knapp ihrer Haftstrafe - und der Steuerzahler sparte sich die Kosten ihres Aufenthaltes.

Ganz ohne weitere Konsequenzen kam das Ehepaar jedoch nicht davon. Der 26-Jährige muss sich später nochmal strafrechtlich verantworten: Er hatte im Auto ein Federdruck-Gewehr mitgeführt, das keinerlei Kennzeichnungen aufwies und somit ein verbotener Gegenstand ist. Das Gewehr wurde sichergestellt und ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

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