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"Massives Fischsterben": Badeseen bei Bamberg auf Kippe – THW-Einsatz


Autor: Milena Graf

Baunach, Mittwoch, 26. August 2026

In zwei Badeseen nahe Bamberg kam es zu einem massiven Fischsterben. Das THW arbeitete im Schichtdienst, um dies zu verhindern. Nun gibt es ein Update.
Über mehrere Tage hinweg waren die THWs aus der Umgebung an den Gewässern bei Baunach im Einsatz - unter anderem mit Wasserpumpen.


Nach dem massiven Fischsterben im Südsee und dem Brückenhaussee bei Baunach ist die Großaktion des Technischen Hilfwerks (THW) Bamberg zur Rettung der Tiere abgeschlossen. Sauerstoffmangel im Wasser machte der Population stark zu schaffen. 

"Die Werte hatten sich so deutlich verschlechtert, dass nicht nur einzelne Tiere verendet sind, sondern eine größere Anzahl an Fischen", erläutert Nancy Seliger, Beauftragte der Öffentlichkeitsarbeit beim Technischen Hilfswerk (THW) Bamberg, im Gespräch mit inFranken.de am Mittwoch (26. August 2026). Man habe jedoch relativ frühzeitig reagieren und Gegenmaßnahmen ergreifen können. Zudem sprach das Gesundheitsamt für die beiden Seen wegen des Verdachts auf Blaualgen ein Badeverbot aus. Das teilte die Verwaltungsgemeinschaft Baunach in einer Pressemitteilung mit.

Wasserpumpen gegen Sauerstoffmangel in den Badeseen bei Baunach

Um den niedrigen Sauerstoffgehalt wieder zu erhöhen, rückten am vergangenen Donnerstag (20. August 2026) laut der VG Baunach das THW Bamberg, Breitengüßbach und Bad Staffelstein sowie die Freiwillige Feuerwehr an. Auch das THW Forchheim und Erlangen waren laut dem THW Bamberg an der Aktion beteiligt. 

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Bei dem Einsatz, der bis Montagabend (24. August 2026) durchgängig im Schichtbetrieb lief, wurde nicht nur Wasser durchgehend umgewälzt, sondern auch Frischwasser aus dem Main zugeführt sowie Frischluft in die Teiche gebracht. Das erläutert das THW Bamberg nach Ende des Einsatzes.

Bei der Aktion kam unter anderem die Hannibal-Pumpe des THW Bamberg zum Einsatz; "die größte Pumpe vom Standort Bamberg", sagt Seliger. Besagte Pumpe hat ein Fördervolumen von bis zu 5000 Litern pro Minute.

Sauerstoffmangel in Gewässern: Häufiges Problem

"An einer der beiden Einsatzstellen bauten unsere Einsatzkräfte eine rund 300 Meter lange Pumpstrecke vom Main bis zum betroffenen Teich auf. Über diese Strecke wurde kontinuierlich Frischwasser gefördert", so informiert das THW Bamberg.

Allerdings: "Es dauert, bis es wirkt", so Seliger. Der Sauerstoffgehalt muss sich stabilisieren. "Viele Stellen haben gemeinsam versucht, die Werte wieder nach oben zu bringen." Der örtliche Anglerverein habe laut der VG Baunach seit Donnerstagmittag Sauerstoff in die Seen gepumpt. "Der Anglerverein beobachtet jetzt die Lage", erläutert Seliger. Eine ähnliche Aktion sollte unlängst ein Gewässer bei Kulmbach retten.

Dass Badeseen und Teiche unter so einem Sauerstoffmangel leiden, ist keine Seltenheit, führt Seliger aus. "Immer wieder im August oder September, wenn das Wetter kippt, kommt es zu solchen Vorfällen." Das sei allgemein der Eindruck des THW Bamberg. "Das kommt jedes Jahr in unterschiedlichen Ausprägungen vor."

Badeverbot im Brückenhaussee: Blaualgen entdeckt

Am Montag wurde zudem das Wasser der beiden Gewässer beprobt, "um die aktuellen Werte zu ermitteln und insbesondere den Verdacht auf Blaualgen zu überprüfen", so heißt es in der Pressemitteilung der VG Baunach. Tatsächlich bestätigte die Verwaltungsgemeinschaft das Vorkommen von Blaualgen im Brückenhaussee; das Badeverbot bleibt bis auf Weiteres bestehen. Auch am Kleinen Brombachsee besteht aktuell ein Badeverbot wegen Blaualgen.

Die nächste Beprobung steht wieder am 31. August an. Das bestätigte Evelina Bayerlein, die Sprecherin der VG Baunach, auf Anfrage von inFranken.de